Universität Luzern

Kantonsrat stützt die Sparmassnahmen an der Universität Luzern

Keystone-SDA Regional
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Luzern,

Die Luzerner Regierung unterstützt die Sparmassnahmen an der Universität Luzern, darunter auch die Abschaffung des Fachs Religionswissenschaften. Die SP setzte sich in einem Postulat für den Erhalt des Fachs ein, unterlag am Dienstag aber im Kantonsrat.

Die Universität Luzern muss Geld sparen. (Archivfoto)
Die Universität Luzern muss Geld sparen. (Archivfoto) - Keystone/URS FLUEELER

Die Postulantin Andrea Pfäffli (SP) forderte, dass der Kanton Massnahmen prüft, etwa durch höhere oder befristete Beiträge an die Universität Luzern, um das Fach Religionswissenschaften an der Uni Luzern zu erhalten. Der Entscheid der Regierung wirke wie eine kurzfristige Sparübung «zur falschen Zeit am falschen Ort», sagte sie in der Debatte.

Ähnlich sah es Fabrizio Misticoni (Grüne). Die Religionswissenschaften würden einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Religion in einer pluralen Gesellschaft leisten, sagte er.

Das Anliegen sei berechtigt, sagte GLP-Kantonsrätin Claudia Senn-Marty. Es gehe nicht darum, eine einzelne Professur zu retten, sondern ernsthaft zu prüfen, ob die Trägerfinanzierung des Fachs noch zweckmässig sei. Die Grünliberalen sprachen sich deshalb für eine teilweise Erheblichkeit aus.

Die Regierung lehnte das Postulat ab und begründete dies mit den nötigen Sparmassnahmen wegen des strukturellen Defizits. Es gebe zu wenige Studierende, die Einnahmen für die Universität seien zu tief. Kultur- und Bildungsdirektor Armin Hartmann (SVP) bezeichnete die Entscheidungen der Universität am Dienstag als «schmerzhaft», betonte aber, es sei besser, wenn die Uni ihre Handlungsspielräume zurückgewinne und das strukturelle Defizit abbauen könne.

Sparen sei ein notwendiger Akt, sagte Georg Dubach namens der FDP-Fraktion. «Die Universität muss Schwerpunkte setzen». Urs Christian Schumacher (SVP) nannte es «absurd», wenn der Kanton von seinen Institutionen Sparbemühungen verlange, diese aber mit eigenen Mitteln wieder korrigieren würde. Auch die Mitte lehnte den Vorstoss «grossmehrheitlich ab», wie Sprecherin Gabriela Schnider-Schnider erklärte.

In der Schlussabstimmung stimmten bei einer Enthaltung 75 Räte für die Ablehnung und 38 für die teilweise Erheblichkeit.

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