Kanton Freiburg zieht positive Bilanz seines Gleichstellungsplans
Der Kanton Freiburg sieht Erfolge bei der Gleichstellung in der Kantonsverwaltung: Flexible Arbeitszeiten und besserer Zugang zu Weiterbildungen für Teilzeitkräfte sind zentrale Fortschritte des eines Aktionsplans, der nun seit zehn Jahren in Kraft ist.

Die Arbeitszeitregelung wurde im Jahr 2021 freier gestaltet und die Telearbeit auf bis zu 50 Prozent der Arbeitszeit ausgebaut. Zudem ist der Zugang zu Weiterbildungen nun vom Beschäftigungsgrad unabhängig, was laut der Mitteilung der Direktion für Gesundheit und Soziales am Montag ein wichtiger Fortschritt für die vielen Teilzeit arbeitenden Frauen beim Kanton ist.
Auch im Kampf gegen häusliche Gewalt gab es laut Mitteilung Entwicklungen. Das Gleichstellungsbüro arbeitete an einem Konzept zu Gewalt in Paarbeziehungen. Anfang des Jahres wurde zudem eine Fachabteilung für Gewaltmedizin eröffnet.
Im Jahr 2025 leistete das Gleichstellungsbüro 49 Mal rechtliche Unterstützung für Opfer von Diskriminierung oder Belästigung. Das entsprach einem Anstieg von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für diesen Herbst sind Workshops geplant, um Frauen für eine Kandidatur bei den Kantonswahlen zu motivieren.
Trotz der Erfolge bestehe weiterhin Handlungsbedarf. So müsse die Präsenz von Frauen in den höchsten Hierarchiestufen gestärkt werden. Eine neue Fassung des Aktionsplans soll dem Staatsrat noch vor Ende der Legislaturperiode vorgelegt werden.






