Kanton Bern soll sich für Nachtzüge stark machen

Keystone-SDA Regional
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Bern,

Die Berner Kantonsregierung will mit den SBB und dem Bund das Gespräch suchen und Möglichkeiten ausloten, damit Nachtzuglinien in europäische Städte wie Rom, Barcelona oder Malmö von Bern, Thun oder Interlaken aus angeboten werden. Der bernische Grosse Rat hat am Dienstag diesen einen Punkt eines Vorstosses überwiesen.

Der Kanton Bern will sich bei Bund und SBB für neue Nachtzugverbindungen ab Bern, Thun oder Interlaken einsetzen. (Archivbild)
Der Kanton Bern will sich bei Bund und SBB für neue Nachtzugverbindungen ab Bern, Thun oder Interlaken einsetzen. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Es ist sozusagen der kleinste mögliche Nenner des Vorstosses. Die übrigen Forderungen, insbesondere jene nach der Prüfung von Defizitgarantien für die Einführung solcher Linien, lehnte der Rat klar ab.

Der Vorstoss wurde von Grossratsmitgliedern aus SP, Mitte, EVP, GLP und Grünen getragen. Nachtzüge seien eine attraktive und bequeme Art zu reisen, brachten sie vor. Zudem müsse man solche Verbindungen in beide Richtungen denken: sie brächten auch Touristinnen aus dem Ausland in den Kanton Bern.

Nachdem der Bund die Mittel für die Nachtzug-Förderung zurückgestellt hatte, zogen auch die SBB nach. Bern habe seit 2013 keine Nachtzugverbindung mehr, betonten die Vorstösserinnen und Vorstösser. Der Kanton müsse sich aktiv für den Ausbau internationaler Nachtzuglinien einsetzen.

Der Regierungsrat führte ins Feld, dass sich der Nachtverkehr zwar weiterhin grosser Beliebtheit erfreue, jedoch aufgrund der hohen Kosten und der begrenzten Kapazitäten nicht kostendeckend betrieben werden könne.

Der Austausch mit den SBB sei seit vielen Jahren eine Daueraufgabe des Kantons. Bei den regelmässig stattfindenden Treffen tausche man sich aus, auch über das Nachtzugangebot. Der Kanton signalisiere dabei stets Interesse.

Ansonsten lege der Kanton Bern sein strategisches Interesse auf den regionalen Verkehr, wohin die finanziellen Mittel prioritär fliessen sollen, hielt der Regierungsrat fest.

Das Parlament hiess die beiden Forderungen nach Engagement bei SBB und Bund mit 90 zu 60 Stimmen respektive mit 82 zu 70 Stimmen gut. Die restlichen Ziffern lehnte es ab.

Kommentare

User #6383 (nicht angemeldet)

Und dann über den Finanzausgleich bezahlen lassen ? Nein , sicher nicht!

User #3995 (nicht angemeldet)

NEIN..! Frequenz zu gering...!!!

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