Kanton Bern erhält 10 Millionen Franken für Polizeisoftware zurück
Der Kanton Bern hat sich mit den Lieferantinnen der Software Nevo/Rialto geeinigt. Für das Informatikprojekt der Berner Kantonspolizei und der Staatsanwaltschaft erhält er knapp 10 Millionen Franken zurück.

Die zwischen den Partnern gefundene Einigung sei einvernehmlich und wirtschaftlich verantwortungsvoll, schrieb die Sicherheitsdirektion am Dienstag in einer Mitteilung. Die Kantonspolizei und Generalstaatsanwaltschaft hätten Verträge über die Weiterentwicklung der Software «teilweise rückabgewickelt und beendet».
Zurückerstattet werden rund drei Millionen Franken, welche die Polizei bezahlt hatte. Hinzu kommen knapp sieben Millionen Rückzahlungen der Swisscom gegenüber der Staatsanwaltschaft, wie es weiter hiess.
Der Kanton Bern hatte für die Software rund 23 Millionen Franken bezahlt. Diese Investitionskosten reduzieren sich für die Polizei nun auf knapp 13 Millionen Franken.
Die Polizei nutzt Nevo/Rialto seit vier Jahren. Der Betrieb ist bis 2031 sichergestellt. Mit einer technischen Migration könnte der Betrieb gemäss der Sicherheitsdirektion «um mehrere Jahre» verlängert werden.
Nevo/Rialto sorgt seit Jahren für Diskussionen. Nach der Einführung bei der Polizei sorgten unzufriedene Nutzende, Verzögerungen und Mehrkosten für Schlagzeilen. Die Software wurde entscheidend verbessert, die geplante Datenbrücke zwischen Polizei und Justiz aber nie zum Funktionieren gebracht.










