Höhere Planungsausgaben für Verwaltungsbau in Liestal bewilligt
Der Baselbieter Landrat hat am Donnerstag zusätzliche Ausgaben für die Projektierung eines neuen Verwaltungsgebäudes in Liestal bewilligt. Er sprach sich mit 61 zu 20 Stimmen bei 1 Enthaltung für eine Erhöhung von rund 7,6 auf rund 13,6 Millionen Franken aus.

Die SVP stellte sich als einzige Fraktion gegen die Vorlage. Matthias Ritter kritisierte, dass die Verwaltung zu spät über die Mehrkosten informiert habe und Peter Riebli warf der Verwaltung vor, mit den falschen Leuten falsch geplant zu haben.
Die FDP stimmte «zähneknirschend» zu, wie Fraktionssprecherin Christine Frey sagte. Sie fragte sich, ob der Kanton mit einem Holzbau als Vorbild vorangehen müsse und sagte, nachträgliche Budget-Aufstockungen in dieser Grössenordnung seien in der Privatwirtschaft «schlichtweg nicht möglich».
Margareta Bringold von der GLP betonte, dass die Verwaltung ihre Lehren aus dem Projekt ziehen müsse. Simon Oberbeck sagte für die Mitte, es sei klar, dass man sich kritisch mit dem Projekt auseinandersetze, aber man solle es nicht grundsätzlich in Frage stellen.
Aus Sicht von Urs Kaufmann (SP) befänden sich die Mehrkosten in einem überschaubaren Rahmen und das Projekt sei «gut unterwegs». Seine Partei stellte sich hinter die Vorlage, wie auch die Grünen, auch wenn beide nicht glücklich mit der Kostenüberschreitung waren.
Die Regierung begründet die höheren Projektierungskosten mit der Baukostenteuerung, der Erhöhung der Mehrwertsteuer und gestiegenen Anforderungen an das Projekt, wie es in ihrer Vorlage steht. Der Landrat hatte im August 2020 eine einmalige Ausgabe von sechs Millionen Franken deutlich bewilligt.
In der Vorberatung der Bau- und Planungskommission war kritisiert worden, dass die Verwaltung die Kosten unterschätzt habe, wie es in ihrem Bericht heisst. Dennoch habe die Kommission das Projekt für gut befunden und hatte sich mit 10 zu 2 Stimmen ohne Enthaltung für die erneute Ausgabenbewilligung ausgesprochen.
Das Projekt sieht einen neuen Verwaltungsbau auf dem Kreuzboden-Areal vor, in dem 560 Arbeitsplätze für zwei Direktionen entstehen sollen, wie die Regierung schreibt. Dies solle eine Sanierung der bisherigen, «nicht mehr zeitgemässen Verwaltungsgebäude» und eine Straffung der Verwaltung ermöglichen.






