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    Grüne-Fischer: Solothurner Kantonsrat spart an falscher Stelle

    Marlene Fischer
    Marlene Fischer

    Olten,

    Marlene Fischer (Grüne) äussert sich zu den Solothurnern Sparbeschlüssen und spricht von «blinder Sparhysterie» im Kantonsrat. Ein Gastbeitrag.

    Marlene Fischer Grüne
    Marlene Fischer ist Solothurner Kantonsrätin für die Grünen. - zVg/GRÜNE Kanton Solothurn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Solothurner Kantonsrat hat Sparbeschlüsse gefasst.
    • Marlene Fischer äussert sich im Gastbeitrag zu den Beschlüssen, welche sie ablehnt.
    • Die beschlossenene Sparmassnahmen seien zu kurzfristig gedacht, sagt sie.

    Hauptsache, die Zahlen sehen besser aus: Das war das Motto der diesjährigen Spardebatte im Solothurner Kantonsrat.

    In blinder Sparhysterie wurde nicht nur bei Investitionen in unsere Zukunft gestrichen: Berufsbildung, Englischlektionen, ÖV. Es wurden auch Massnahmen durchgedrückt, bei denen schon heute klar ist, dass die Streichung mehr kostet, als «gespart» wird.

    Schweizer Franken
    Die Sparbeschlüsse des Solothurner Kantonsrats stehen für Grüne-Kantonsrätin Marlene Fischer nicht für eine nachhaltige Finanzpolitik des Kantons. (Symbolbild) - keystone

    Exemplarisch dafür ist die Einsparung von 25’000 Franken bei der Prävention von Wildtierunfällen. «Gespart» werden 25’000 Franken bei Wildwarngeräten.

    Werden ein paar Rehe mehr überfahren, ist die Sparübung wahrscheinlich für die Katz: Denn die Schadenssumme durch Wildtierunfälle beläuft sich im Kanton Solothurn auf schätzungsweise 1 bis 2 Millionen Franken pro Jahr.

    Sparbeschlüsse sind zu kurzfristig gedacht

    Vor diesem Argument der GRÜNEN wurde aus ideologischen Gründen die Augen verschlossen – sogar bei der GLP. Das lässt mich als Kantonsrätin konsterniert zurück. Auch, dass alle unsere Forderungen zur Haushaltsverbesserung chancenlos waren: Weder die Verschiebung eines grösseren Teils der Schwerverkehrsabgabe in die allgemeine Rechnung.

    Ist dir eine nachhaltige Finanzpolitik wichtig?

    Noch einer Erhöhung der Einnahmen, in dem man Liegenschaften endlich bundesgesetzkonform besteuert. Als zweitjüngste Kantonsrätin ist mir eine nachhaltige Finanzpolitik ein grosses Anliegen. Dem entsprechen diese kurzsichtigen Sparbeschlüsse nicht.

    ***

    Zur Autorin: Marlene Fischer (*1996) sitzt für die Grünen im Solothurner Kantonsrat. Sie ist Projektleiterin für Altlastensanierungen und wohnt in Olten.

    Kommentare

    User #4331 (nicht verifiziert)

    sparen bei den gästen, wimmelt dort von ihnen

    User #1325 (nicht angemeldet)

    sparen bei den Kantonsräten, das wär mal was!!

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