Genfer Grossrat besorgt über sda
Der Grossrat hat am Freitag mit deutlicher Mehrheit eine Motion angenommen, die den Staatsrat auffordert, die Restrukturierung der Nachrichtenangentur sda abzulehnen.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Genfer Grossrat hat am Freitag mit grosser Mehrheit eine Motion angenommen.
- Bei den Arbeitsplätzen sowie der Leistung der Agentur solle es keine Einschränkungen geben, wird gefordert.
Das Genfer Kantonsparlament hat am
Freitag mit grosser Mehrheit eine Motion angenommen, die den Staatsrat dazu
auffordert, die Restrukturierung bei der Schweizerischen Depeschenagentur (sda)
zu verurteilen.
Bei den Arbeitsplätzen sowie der Leistung der Agentur solle es keine Einschränkungen geben, wird gefordert.
Der Motionstext wurde mit 55 Ja-Stimmen bei 32 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen an die Kantonsregierung überwiesen. Sie wird dazu aufgerufen, die Möglichkeiten einer finanziellen Unterstützung der Nachrichtenagentur zu prüfen und der sda-Belegschaft unter die Arme zu greifen, die sich gegen die Sparpläne zur Wehr setzt.
Für Romain de Sainte Marie (SP), den Erstunterzeichner der Motion, übernimmt die sda eine wichtige Rolle des Service public und dürfe deshalb nicht einer Profit-Logik unterworfen werden. «Die Agentur ist eine objektive, auf Fakten basierende Informationsquelle», sagte der Grünen-Vertreter Boris Calame. Diese Funktion sei in Zeiten von «Fake News» umso wichtiger, so die unabhängige Grossrätin Christina Meissner.







