Freiburger Justizrat warnt vor Überlastung der Justizbehörden
Der Justizrat des Kantons Freiburg weist in seinem Jahresbericht 2025 auf die zunehmende Arbeitsbelastung hin, unter der die Justizbehörden stehen. Dieser Druck sei eine seit mehreren Jahren zu beobachtende «besorgniserregende Entwicklung».

Das Freiburger Kantonsparlament hat am Mittwoch den Jahresbericht debattiert. Der Grosse Rat konstatierte seinerseits, dass tatsächlich alle Justizbehörden insgesamt einen Anstieg der Fallzahlen zu gewärtigen hatten. Die Fälle würden immer komplexer.
Die neuen Fälle seien über alle Behörden hinweg im Vergleich zu 2021 um 16 Prozent gestiegen, sagte Justizratspräsident Johannes Frölicher. Immer öfter brauche es eine Verlängerung der Bearbeitungsfristen.
2025 wurden bereits Massnahmen umgesetzt und im laufenden Jahr fortgeführt. Dazu gehören etwa befristete Verstärkungen und Ad-hoc-Einstellungen, eine teilweise Aufstockung des Personals sowie die Fortsetzung bereits angelaufener Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekte.
Die Massnahmen reichten jedoch nicht aus, um den Trend umzukehren, kommt der Justizrat zum Schluss. Er spricht von einer „mittlerweile strukturellen Überlastung«. Die krankheitsbedingten Ausfälle nähmen zu.
Der Bericht des Justizrats wurde im Rahmen einer Revision des Justizgesetzes debattiert. Die Reform hat zum Ziel, die Ressourcen effizienter und gerechter zu verteilen.






