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Defizit von 21,5 Millionen Franken belastet Rechnung 2025

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Fribourg,

Die Stadt Freiburg schliesst das Jahr 2025 mit einem Defizit von 21,5 Millionen Franken. Diese Situation verlangt in den nächsten Jahren nach Sofortmassnahmen.

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Die Stadt Freiburg schreibt zum zweiten Mal in Folge rote Zahlen und schliesst das Jahr 2025 mit einem Defizit von 21,5 Millionen Franken. (Symbolbild) - Depositphotos

Nach mehreren Überschussjahren wies die Jahresrechnung der Stadt Freiburg 2024 erstmals ein Defizit aus.

Auch beim Jahresabschluss von 2025 übersteigen die Ausgaben in Höhe von 320 Millionen Franken (2024 waren es 304,5 Millionen) die Einnahmen, wie die Stadt Freiburg am 19. Mai 2026 mitteilt.

Das Geschäftsjahr schliesst so mit einem Defizit von 21,5 Millionen Franken. Der Voranschlag rechnete mit einem Verlust von 16,1 Millionen, was einem Minderertrag von 2 Prozent gegenüber dem Budget entspricht (ohne interne Verrechnungen).

Dies, obwohl alle städtischen Dienststellen ihre Budgets eingehalten und so 3,1 Millionen Franken einsparen konnten. Auch der Personalaufwand bewegte sich im Rahmen des Voranschlags.

Steuereinnahmen weichen stark vom Voranschlag ab

Bereinigt um mehrere ausserordentliche grosse Einmalposten würde das Ergebnis 2025 sogar ein operatives Defizit von 25,5 Millionen Franken aufweisen.

Eine der Hauptursachen für das Defizit liegt bei den Steuereinnahmen der juristischen Personen, die stark vom Voranschlag abweichen (minus 16,6 Millionen Franken).

Überdies fielen auch die übrigen Sondersteuern niedriger aus als budgetiert (minus 4,4 Millionen Franken), während die Ausgaben der Sozialhilfe aufgrund der steigenden Zahl der Anmeldungen um 1,3 Millionen Franken stiegen.

Im Gegensatz dazu lagen die Steuererträge der natürlichen Personen 3,6 Millionen Franken über dem budgetierten Betrag.

Ertrag aus Parkuhren fiel höher aus

Der Transferaufwand wiederum fiel 3,9 Millionen niedriger aus, namentlich jener im Zusammenhang mit der Agglomeration Freiburg und dem Gesundheitsnetz Saane.

Ein weiterer im Ergebnis 2025 enthaltener Effekt: Die Rückstellung für belastete Standorte von 3,5 Millionen wurde teilweise aufgelöst und der Sachaufwand fiel 2,3 Millionen niedriger aus als veranschlagt.

Der Ertrag aus Parkuhren schliesslich fiel 1,8 Millionen höher aus, da die Umsetzung der Initiative «Die erste Stunde Parkieren ist gratis in Freiburg» verschoben worden war.

Was die Investitionen betrifft, weist die betreffende Rubrik eine Bruttoausgabe von 49,5 Millionen Franken auf.

Prioritäten setzen, um die Erwartungen weiter zu erfüllen

Das Defizit zeigt die Notwendigkeit auf, sich in der neuen Legislatur vertieft mit den Prioritäten der Stadt und den Bedingungen auseinanderzusetzen, um schrittweise wieder zu einem nachhaltigen finanziellen Gleichgewicht zu gelangen.

Dies ist notwendig, um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu bewahren.

Es geht dabei um mehr als um das abgelaufene Rechnungsjahr, sondern in einem weiteren Sinn um die Fähigkeit der Stadt, sich weiter zu entwickeln, die Erwartungen der Bevölkerung zu erfüllen und ihr ehrgeiziges Service-public-Niveau zu bewahren.

Situation verlangt nach Sofortmassnahmen

Die Jahresrechnung 2025 zeichnet ein forderndes Bild, bietet aber zugleich die Grundlage, um die anstehenden Entscheide einzuleiten.

Denn auch wenn das Defizit mit dem verfügbaren Bilanzüberschuss (185,8 Millionen Franken am 31. Dezember 2025) gedeckt werden kann, werden die eingegangenen Investitionsverpflichtungen und der externe Liquiditätsbedarf immer stärker auf den Gemeindefinanzen wiegen, solange kein Gleichgewicht hergestellt wird.

Aufgrund der Latenz der Auswirkungen finanzieller Strukturmassnahmen verlangt diese Situation in den nächsten Jahren nach Sofortmassnahmen.

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