Die Freiburger Ständerätin Johanna Gapany hört 2027 auf

Keystone-SDA Regional
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Fribourg,

Die 38-jährige Freiburger FDP-Ständerätin Johanna Gapany wird bei den eidgenössischen Wahlen 2027 nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Sie wolle auf den Arbeitsmarkt zurückkehren, gab sie am Donnerstagabend an einer Delegiertenversammlung ihrer Partei bekannt.

Johanna Gapany bleibt nicht mehr lange Mitglied des Ständerats.
Johanna Gapany bleibt nicht mehr lange Mitglied des Ständerats. - KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Die Ankündigung der Politikerin aus Bulle sorgte bei der Parteibasis für eine gewisse Überraschung. «Ich wusste, als ich mit 31 Jahren in den Ständerat kam, dass ich eines Tages wieder eine berufliche Tätigkeit ausserhalb meines politischen Mandats aufnehmen würde», erklärte die Ständerätin am Freitag auf «RadioFr».

Nach zwei Legislaturen sei es 2028 an der Zeit, diesen Schritt zu tun, auch wenn sie die Politik immer noch sehr möge. «2028 werde ich 40 Jahre alt sein. Wenn ich wieder ins Berufsleben zurückkehren möchte, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür», sagte Gapany am Freitag der Zeitung «La Liberté».

«Ich werde selbstverständlich bis zum Ende der Legislaturperiode alles geben», fügte die Greyerzerin hinzu, die 2019 zur allgemeinen Überraschung nach Bern gewählt worden war. Darüber hinaus wolle Johanna Gapany die Tür zur Politik nicht verschliessen. «Ich stehe für eine zukünftige Gelegenheit selbstverständlich sehr gerne zur Verfügung».

«Aber es ist für die Bevölkerung auch gut, Politiker zu haben, die den politischen Betrieb kennen, aber auch Praxiserfahrung haben», betonte die ehemalige Grossrätin.

Castella will Ständerätin nicht ersetzen

Nachdem Johanna Gapany ihren Verzicht angekündigt hatte, begannen die Spekulationen über ihre Nachfolge. Auf Anfrage der Freiburger Tageszeitung «La Liberté» bekräftigte Staatsrat Didier Castella, der bei den kantonalen Wahlen im November antritt, er entscheide sich für Freiburg.

Dies bedeute, dass der Greyerzer nicht daran interessiert sei, die Ständerätin zu ersetzen. «Ich engagiere mich klar für ein neues Mandat in der Kantonsregierung».

Gapany verdrängte Vonlanthen

Vor bald sieben Jahren hatte Gapany dem erfahrenen und gut etablierten Mitte-Politiker aus dem Sensebezirk, alt Staatsrat Beat Vonlanthen, den Sitz im Ständerat spektakulär abgenommen. Sie politisierte in Bern zunächst an der Seite des Sozialdemokraten Christian Levrat, der inzwischen zur Schweizerischen Post als Verwaltungsratspräsident gewechselt ist.

Die Mitte holte sich ihren Sitz 2021 mit der Wahl von Isabelle Chassot bei einer Ersatzwahl zurück. Die 61-jährige alt Staatsrätin war von 2013 bis 2021 Direktorin des Bundesamtes für Kultur. Der FDP-Sitz von Johanna Gapany dürfte im nächsten Jahr zudem sowohl die SP als auch die SVP interessieren.

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