Thurgau

    Der Thurgau passt wegen KI gewisse Prüfungen an

    Die Verwendung von Künstlicher Intelligenz (KI) in den Schulen schreitet voran und hat im Thurgau bereits Auswirkungen auf gewisse Prüfungsformate. Zudem hat sich das Schülerwachstum in der Volksschule in den letzten Jahren fortgesetzt. Das geht aus dem Bildungsbericht Thurgau 2026 hervor.

    KI wird auch an den Schulen immer häufiger genutzt und führt im Thurgau bereits dazu, dass gewisse Prüfungsformate angepasst werden. (Symbolbild)
    KI wird auch an den Schulen immer häufiger genutzt und führt im Thurgau bereits dazu, dass gewisse Prüfungsformate angepasst werden. (Symbolbild) - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

    «Die Verfügbarkeit KI-basierter Anwendungen gewinnt im Bildungsbereich zunehmend an Bedeutung», heisst es im kürzlich erschienenen Bildungsbericht des Departements für Erziehung und Kultur. Und das über alle Bildungsstufen hinweg. KI-basierte Anwendungen eröffnen etwa neue Möglichkeiten für das Lernen, die Unterrichtsvorbereitung oder die individuelle Förderung.

    «Gleichzeitig ergeben sich neue Anforderungen, insbesondere im Umgang mit fehlerhaften oder verzerrten Ergebnissen, bei der Beurteilung von Eigenleistungen, beim Schutz von Personendaten und hinsichtlich der Transparenz beim Einsatz digitaler Hilfsmittel», steht im Bericht weiter. Auch müssen Prüfungsformate teilweise angepasst werden.

    Bei den Maturaarbeiten werde deshalb künftig dem mündlichen Präsentationsteil ein grösseres Gewicht beigemessen. Etwas weniger Gewicht erhält die schriftliche Arbeit.

    Mehr mündliche Prüfungen

    Im schulischen Bereich der beruflichen Grundbildung werden am Schluss der Ausbildung vermehrt mündliche Prüfungen vorgeschrieben. Ziel ist, das «tatsächlich vorhandene Wissen und dessen Anwenden» zu prüfen. Diese Anpassungen führen gemäss Bildungsbericht zu mehr Aufwand für die Lehrpersonen bei der Vorbereitung und der Durchführung von Prüfungen.

    Zudem wird die Vermittlung von alters- und stufengerechten Kompetenzen im Bereich KI immer wichtiger. Insbesondere Reflexionsfähigkeit und kritisches Denken als Schlüsselkompetenzen gewinnen an Bedeutung.

    Mangel bei Lehrpersonen bleibt Thema

    Zu den Schülerzahlen steht im Bericht unter anderem, dass im Schuljahr 2025/2026 rund 35'140 Kinder und Jugendliche die obligatorische Schule besuchten. Dies entspricht einer Zunahme von über fünf Prozent gegenüber dem letzten Bildungsbericht aus dem Jahr 2023.

    An mehreren Stellen wird auch der Lehrpersonenmangel thematisiert. So heisst es etwa: «Der Lehrpersonenmangel kam im Bereich der Mittelschulen nicht mit der gleichen Vehemenz zum Ausdruck wie auf Stufe Volksschule, gleichwohl bleibt die Lage angespannt.»

    Dennoch habe der Schulbetrieb auch in der Volksschule jederzeit sichergestellt werden können. Unter anderem ein neu eröffneter Studiengang für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger entschärfte die Situation.

    Die nächste reguläre Ausgabe des Bildungsberichts ist im Jahr 2030 vorgesehen.

    Kommentare

    Weiterlesen

    sdf
    74 Interaktionen
    Angst um Job
    Festtage
    209 Interaktionen
    Supermärkte

    MEHR AUS THURGAU

    Stefanie Hoch
    Diessenhofen TG
    Diessenhofen TG
    Lengwil TG
    Lengwil TG
    Kanton Thurgau
    Kanton Thurgau