Thurgau

    Kanton Thurgau: Über 35'000 Kinder besuchen die obligatorische Schule

    Kanton Thurgau
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    Frauenfeld,

    Der zehnte Bildungsbericht Thurgau ist erschienen. Im Schuljahr 2025/2026 besuchten rund 35'140 Kinder die obligatorische Schule – über fünf Prozent mehr.

    Kanton Thurgau
    Die Schule in Stein am Rhein (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Der «Bildungsbericht Thurgau 2026» bietet eine auf das Wesentliche konzentrierte Gesamtschau über die Thurgauer Bildungslandschaft. Er beleuchtet wichtige Entwicklungen, aktuelle Herausforderungen und ausgewählte Themen auf allen Bildungsstufen.

    Der «Bildungsbericht Thurgau 2026» zeichnet zentrale und aktuelle Entwicklungen im Bildungswesen auf kantonaler, interkantonaler und nationaler Ebene nach. Zu den übergreifenden Herausforderungen zählen der demografische Wandel, der Fachkräftebedarf sowie die Digitalisierung und der zunehmende Einsatz künstlicher Intelligenz.

    Im Bereich der Volksschule hat sich das Schülerwachstum weiter fortgesetzt. Im Schuljahr 2025/2026 besuchten rund 35'140 Kinder und Jugendliche die obligatorische Schule im Kanton Thurgau. Dies entspricht einer Zunahme von über fünf Prozent gegenüber dem letzten Bildungsbericht aus dem Jahr 2023.

    Mit dem selektiven Obligatorium zur vorschulischen Sprachförderung wurde eine wichtige Massnahme zur Förderung der Chancengerechtigkeit eingeführt. Unter dem Titel «Zukunft beginnt hier. Volksschule Thurgau» werden zudem zentrale Themen für die Weiterentwicklung der Volksschule gebündelt. Eine Herausforderung bleibt die steigende Sonderschulquote, der mit einer Gesamtstrategie Sonderschulung begegnet werden soll.

    Auf der Sekundarstufe II sind die Schülerzahlen an den Thurgauer Mittelschulen im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 2'592 gestiegen. Die Gesamtmaturitätsquote liegt im interkantonalen Vergleich weiterhin im unteren Viertel. Mit einer Erfolgsquote von über 95 Prozent liegen die Thurgauer Gymnasiastinnen und Gymnasiasten hingegen deutlich über dem schweizerischen Durchschnitt.

    Gleichzeitig stellt die Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität neue Anforderungen an die Ausbildung. In der Berufsbildung wurden die Schulstandorte neu organisiert und die Berufsfachschulen zu Kompetenzzentren weiterentwickelt. Die Zahl der Lernenden ist im Berichtszeitraum um über acht Prozent auf 6'555 gestiegen.

    Rund drei Viertel der Jugendlichen entscheiden sich nach der obligatorischen Schulzeit für eine berufliche Grundbildung oder ein Brückenangebot. Die Berufsmaturitätsquote liegt im schweizerischen Durchschnitt. Bis zum Alter von 25 Jahren erwerben rund 91 Prozent der jungen Erwachsenen im Kanton Thurgau einen Abschluss auf der Sekundarstufe II.

    Damit liegt der Kanton leicht über dem schweizerischen Durchschnitt, jedoch weiterhin unter dem von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) gemeinsam angestrebten Ziel von 95 Prozent.

    Im Tertiärbereich entwickeln die höheren Fachschulen und die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) ihre Bildungsangebote laufend weiter. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter Fachkräfte und zur Stärkung der Thurgauer Bildungslandschaft. In der Weiterbildung liegt der Fokus insbesondere auf der Anpassung der Angebote an die sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsmarkts.

    Ergänzend setzt der Kanton Thurgau auf die Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Hochschulen und stärkt seine Forschungskooperationen. Die Hochschulabschlussquote liegt weiterhin unter dem schweizerischen Durchschnitt. Abschlüsse der höheren Berufsbildung sind im Kanton Thurgau hingegen etwas stärker verbreitet als Hochschulabschlüsse.

    Der Bildungsbericht dient als Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und die Weiterentwicklung des Thurgauer Bildungswesens. Er erscheint jeweils abgestimmt auf den Bildungsbericht Schweiz. Die nächste reguläre Ausgabe ist im Jahr 2030 vorgesehen.

    Der «Bildungsbericht Thurgau 2026» ist ausschliesslich online verfügbar unter:

    dek.tg.ch > Publikationen und Downloads > Thurgauer Bildungswesen im Überblick > Bildungsbericht Thurgau 2026

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