Richtungswahl: Mega-Schlange vor serbischem Konsulat in Zürich
In Serbien wird am heutigen Sonntag gewählt. Auch in der Schweiz ist das Interesse gross: Vor dem serbischen Konsulat in Zürich bildet sich eine Mega-Schlange.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Serbien haben die vorgezogenen Parlamentswahlen begonnen.
- Die Regierungspartei von Aleksandar Vucic muss sich einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einer neuen Studentenbewegung stellen.
- Auch in der Schweiz ist das Interesse gross: Vor dem serbischen Konsulat in Zürich bildete sich eine lange Schlange.
In Serbien haben heute Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. Rund 6,4 Millionen Wahlberechtigte sind offiziellen Angaben zufolge dazu aufgerufen, die 250 Abgeordneten der Volksversammlung (Skupstina) zu wählen.
Auch in der Schweiz wollen zahlreiche serbische Staatsbürgerinnen und -bürger ihre Stimme abgeben. In Zürich bildete sich am Sonntagmorgen vor dem serbischen Konsulat an der Alfred-Escher-Strasse eine lange Schlange, wie ein Video eines Nau.ch-Lesers zeigt.
Viele wollten offenbar die Gelegenheit nutzen, ihre Stimme abzugeben und damit Einfluss auf die politische Zukunft Serbiens zu nehmen.
Ein Nau.ch-Leser berichtet von einem «Riesenandrang». Die Wartezeit betrage rund drei bis vier Stunden. Er hatte immerhin Glück: «Da wir mit den Kindern dort waren, wurden wir vorgelassen.»
Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet
Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus. Dies zwischen der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) des Langzeitherrschers Aleksandar Vucic und der Liste «Die Studenten siegen» der neuen Studentenbewegung.
Das Ergebnis entscheidet darüber, ob Vucic seine teilweise autoritär ausgeübte Macht bewahren kann oder nicht. In wechselnden Funktionen bestimmt der 56-Jährige bereits seit 2012 die Politik des Landes.

Kritiker werfen ihm Korruption und Verbindungen zur organisierten Kriminalität vor. Er war Ende September von seinem Amt als Staatspräsident zurückgetreten, um im Falle eines Wahlerfolgs seiner Partei Regierungschef zu werden.
Sein zweites Mandat als Präsident hätte im Mai nächsten Jahres geendet, ein drittes Mal hätte Vucic nicht kandidieren können.
Die Wahlen finden in einer angespannten Atmosphäre statt, begleitet von Vorwürfen der Wählereinschüchterung und des Drucks auf Regierungsgegner.












