Bundesgericht

    Bundesgericht überprüft St. Galler Auflagen für Flüchtlinge

    Beim Bundesgericht ist eine Beschwerde gegen die neue Beschränkung der Wohnsitzfreiheit für Flüchtlinge im Kanton St. Gallen eingereicht worden. Hinter dem Rekurs steht die SP. Mitte-EVP und SVP hatten die umstrittene Gesetzesänderung im Kantonsrat durchgesetzt.

    Die Mehrheit des St. Galler Kantonsrats hat eine umstrittene Gesetzesänderung beschlossen. Sie wird nun vom Bundesgericht überprüft. (Archivbild)
    Die Mehrheit des St. Galler Kantonsrats hat eine umstrittene Gesetzesänderung beschlossen. Sie wird nun vom Bundesgericht überprüft. (Archivbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

    Mit den Stimmen von Mitte-EVP und SVP war im St. Galler Kantonsrat eine Motion für eine Einschränkungen der Wohnfreiheit überwiesen worden. Darin wurde verlangt, dass anerkannten Flüchtlingen, die Sozialhilfe beziehen, künftig Wohnungen in Gemeinden zugewiesen werden können. Die Regierung musste dazu eine Gesetzesänderung ausarbeiten. Sie hielt sie für «bundes- und völkerrechtswidrig», wie sie erklärte.

    Die Gesetzesanpassung fand aber eine Mehrheit im Rat. Rückweisungsanträge der SP-Grüne-GLP-Fraktion sowie der FDP-Fraktion scheiterten. Bereits in der Ratsdebatte wurde von den Gegnerinnen und Gegnern angekündigt, dass die Einschränkung der Wohnfreiheit für Flüchtlinge wohl vor Gericht geklärt werde.

    Dazu erfolgte nun der erste Schritt. Die von der SP initiierte Beschwerde beim Bundesgericht halte fest, dass eine Unterscheidung bei sozialhilferechtlichen Ansprüchen «ausdrücklich aufgrund des Merkmals der Flüchtlingseigenschaft» diskriminierend sei, heisst es in der Mitteilung der SP vom Montag.

    Eine Ungleichbehandlung sei sachlich nicht zu rechtfertigen. Werde einer Personen das Recht genommen, den Wohnsitz frei zu wählen, liege in dieser Beschneidung ihrer Freiheitsrechte eine Benachteiligung vor. Eine verfassungskonforme Auslegung sei nicht möglich. Die Bestimmung müsse deshalb aufgehoben werden.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #1359 (nicht angemeldet)

    Schon lustig, dass man für die von Jans hochgelobten "Fachkräfte" immer sofort Wohnungen findet, während wir Schweizer monatelang suchen müssen. Finde den Fehler dieser linken Politik

    User #3759 (nicht angemeldet)

    Gut so 👌 Man muss sich von diesen Rechtspopulisten nicht alles bieten lassen!

    Weiterlesen

    a
    362 Interaktionen
    «Gerontonomie»
    Das sagt Christoph Blocher zur SVP-Bundesratswahl
    2'227 Interaktionen
    Parmelin-Nachfolge

    MEHR BUNDESGERICHT

    sperisen urteil rekurs
    4 Interaktionen
    Lausanne
    CS
    22 Interaktionen
    Bundesgericht
    3 Interaktionen
    Überbrückungshilfe
    1 Interaktionen
    Lausanne

    MEHR AUS ST. GALLEN

    3 Interaktionen
    St. Gallen
    St. Gallen
    St. Gallen
    Kanton St. Gallen macht Jagd auf Schwarzarbeit
    2 Interaktionen
    «Problem gross»
    FC St.Gallen
    3 Interaktionen
    Nach 2 Siegen in Bern