Berner Stimmvolk soll 40 Millionen für Historisches Museum sprechen

Keystone-SDA Regional
Keystone-SDA Regional

Bern,

Die Stadt Bern soll sich mit 40 Millionen Franken an der Sanierung des Historischen Museums beteiligen. Der Stadtrat hat die Vorlage am Donnerstag bei einer Gegenstimme gutgeheissen. Das letzte Wort hat im Juni das Stimmvolk.

Das Siegerprojekt zweier Berner Architekturbüros will das Historische Museum gegen Süden hin zum Museumsgarten des Museumsquartiers öffnen. (Visualisierung)
Das Siegerprojekt zweier Berner Architekturbüros will das Historische Museum gegen Süden hin zum Museumsgarten des Museumsquartiers öffnen. (Visualisierung) - Handout BHM

Das Bernische Historische Museum wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet. Nun muss das schlossartige Haupthaus laut Abstimmungsbotschaft dringend saniert werden. Auch die langjährigen Ausstellungen sind veraltet.

Die Gesamtsanierung kostet 120 Millionen Franken. Der Kanton, die Stadt und die Burgergemeinde Bern übernehmen je einen Drittel des Betrags. Die Burger haben die Vorlage im Dezember 2025 an der Urne gutgeheissen, der Entscheid des Kantonsparlaments steht noch aus.

Läuft alles nach Plan, beginnt die Gesamtsanierung Mitte 2027. Sie soll fünf Jahre dauern. Während dieser Zeit bleibt das Haupthaus geschlossen. In der grossen Halle des Erweiterungsbaus soll aber eine neue Ausstellung zur Berner Geschichte gezeigt werden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #2578 (nicht angemeldet)

40 millionen und die haben nicht ,mal mehr freie wohnungen zum wohnen..

User #6222 (nicht angemeldet)

Die Bedeutung des Bernischen Historischen Museums steht ausser Frage. Geschichte zu bewahren ist richtig. Wer dafür aber 40 Millionen Franken vom Stimmvolk verlangt, muss mehr liefern als gute Absichten. Heute wird der Museumsbesuch für viele Menschen faktisch erschwert: Wer mit dem Auto anreist Familien, ältere Personen, Gäste aus der Agglomeration, findet kaum Parkplätze, nur kurze Parkzeiten und zusätzliche Kosten. Ein mehrstündiger Besuch wird so unattraktiv oder unmöglich. Das passt nicht zu einem Museum mit nationalem Anspruch. Gleichzeitig liegen die Eintrittseinnahmen bei rund 2 Millionen Franken pro Jahr. Viele Ausnahmen und Gratisangebote sind sinnvoll, verstärken aber den Eindruck, dass nach der Sanierung dauerhaft Betrieb, Löhne und Unterhalt subventioniert werden müssen ohne klare Strategie für mehr Besucher. Wer dieses Projekt will, muss deshalb verbindlich aufzeigen: • wie der Zugang verbessert wird (inkl. Parkierung), • wie mehr Besucher erreicht werden, • und wie Verantwortung gegenüber den Steuerzahlern übernommen wird. 40 Millionen Franken verlangen Vernunft, Transparenz und klare Gegenleistungen.

Weiterlesen

Arzt
66 Interaktionen
Todesfall
142 Interaktionen
Kein Flug, Kein Platz

MEHR AUS STADT BERN

Flasche Grosse Schanze Bern
6 Interaktionen
Grosse Schanze
1 Interaktionen
Bern