Beinahe-Crash am Flugplatz Grenchen: Sust sieht Sicherheitsrisiko
Am Flugplatz Grenchen SO ist es im Herbst 2024 zu einer gefährlichen Annäherung zwischen einem Motorflugzeug und einem Segelflugzeug gekommen. Als eine Ursache nennt der Untersuchungsbericht der Sust die geringen Sicherheitsabstände in Grenchen.

Der Vorfall am 25. September 2024 geschah, weil das Motorflugzeug während eines Durchstartmanövers unbeabsichtigt in eine aktive Flugbeschränkungszone für Segelflüge eindrang. Dies geht aus dem am Dienstag veröffentlichten Abschlussbericht der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) hervor.
Der geringste Abstand zwischen der einmotorigen, vierplätzigen Piper-Maschine und dem Segelflugzeug betrug horizontal 80 Meter und 190 Meter vertikal. Gemäss Sust handelt es sich um «einen schweren Vorfall».
Die Untersuchung identifiziert den geringen räumlichen Abstand zwischen dem vorgeschriebenen Instrumentenflugverfahren und dem Segelflugraum als «ein systemisches Sicherheitsrisiko». Zudem verfügten die beteiligten Luftfahrzeuge nicht über kompatible Kollisionswarnsysteme. Beide Piloten bemerkten das jeweils andere Flugzeug laut Bericht nicht rechtzeitig visuell.
Die Sust spricht eine Sicherheitsempfehlung aus, um die seitlichen Schutzabstände zu vergrössern und das Bewusstsein für diesen lufträumlichen Engpass zu schärfen. Zur sofortigen Risikominderung veröffentlichte die Regionalflugplatz Jura-Grenchen AG ein Informationsblatt für die Piloten. Dieses weist auf den kritischen «Hot Spot» hin.










