Basler Regierung beschliesst neues Kulturleitbild bis 2031
Die Basler Regierung hat das Kulturleitbild für die Jahre 2026 bis 2031 verabschiedet. Es setzt den Fokus unter anderem vermehrt auf faire Löhne sowie auf Selektion zugunsten der Qualität. Neu soll auch ein Rahmenkonzept für die kantonalen Leistungen zugunsten der Basler Fasnacht erstellt werden.

Das neue Leitbild stiess in der Vernehmlassung auf breite Zustimmung, wie die Regierung am Montag mitteilte. Insgesamt seien 47 Antworten eingegangen. 92 Prozent seien mit den vier strategischen Stossrichtungen des Regierungsrats einverstanden gewesen. 70 Prozent fanden gemäss Mitteilung, dass die von der Regierung definierten Handlungsfelder den relevanten Entwicklungen im Kulturbereich entsprechen.
Der Kanton erwartet neu von den geförderten Institutionen, dass sie die branchenspezifischen Grundlagen für faire Löhne und Gagen berücksichtigen. Insgesamt führt das neue Kulturleitbild neun spartenübergreifende Handlungsfelder auf.
Nebst Qualität und fairer Entlöhnung nennt es Zugänglichkeit und Inklusion, Erinnerungskultur und gesellschaftlicher Zusammenhalt, strategische Partnerschaften bei der Finanzierung, ökologische Verantwortung und Ausstrahlung nach aussen.
Neu wird nach der Vernehmlassung die Sicherung des immateriellen Kulturerbes für künftige Generationen im Kulturleitbild verankert. So ist eine Informationskampagne und die Begleitung für Antragstellende für neue Eintragungen in die Liste der lebendigen Traditionen der Schweiz vorgesehen. Damit würden Laienkulturschaffende und das zivilgesellschaftliche Engagement für gelebte Traditionen eine wichtige Würdigung erfahren, heisst es weiter.
Beim Thema der Finanzierung sollen etwa die Festivals in den nächsten fünf Jahren einen Förderschwerpunkt «zur Stärkung des Kulturstandorts» bilden.
Erstmals baut der Kanton im Kulturleitbild ein sogenanntes Wirkungscontrolling auf. Mit qualitativen und quantitativen Messmethoden soll er periodisch die Wirksamkeit der Kulturförderung ermitteln. Geplant sind etwa Befragungen der Kulturakteurinnen und -akteure und Feedbackrunden der Anspruchsgruppen.










