Baselbieter SP will mit Adil Koller zweiten Regierungssitz holen
Die Baselbieter SP steigt mit zwei Kandidierenden ins Rennen um die Regierungsratswahlen im April 2027. Neben der bisherigen Sicherheitsdirektorin Kathrin Schweizer hat die Partei am Mittwoch in Gelterkinden BL auch ihren Fraktionspräsidenten Adil Koller nominiert.

Koller setzte sich an der Delegiertenversammlung mit 119 Stimmen gegen Pascale Meschberger durch, die 21 Stimmen erhielt. Dies sagte Parteisekretärin Yasmine Perrinjaquet zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA.
Der Münchensteiner mit Jahrgang 1993 arbeitet als Projektmanager bei der SBB. Er nimmt seit 2017 Einsitz im Landrat, ist ehemaliger Parteipräsident und seit 2025 SP-Fraktionschef. Neben weiteren Tätigkeiten für die SP sitzt Koller im Vorstand des Männerbüros Region Basel und ist Mitglied der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV.
Ringen um frei werdenden Sitz
Mit ihrem zweiten Kandidaten will die SP den Sitz des am 11. April 2027 nicht mehr antretenden Finanz- und Kirchendirektors Anton Lauber (Mitte) erobern. Dessen Partei will ihre Position in der Regierung mit Remo Oser verteidigen.
Neben der SP sind auch andere Parteien an Laubers frei werdendem Posten interessiert. So wollen die Grünen mit Andrea Sulzer zurück in die Regierung, nachdem sie dieses Jahr bei der Ersatzwahl für den Bau- und Umweltschutzdirektor Isaac Reber unterlegen sind. Das Rennen machte der derzeit amtierende Matthias Liechti (SVP) gegen den Grünen Philipp Schoch.
Die FDP hat sich ebenfalls für einen zweiten Sitz in Stellung gebracht: Zusätzlich zum bisherigen Bildungsdirektor Markus Eigenmann steht auch Christine Frey auf dem Ticket der Freisinnigen. Und die GLP strebt mit Thomas Tribelhorn erneut ihren erstmaligen Einzug in die Baselbieter Exekutive an.










