Baselbieter Landrat verabschiedet Krebsregister mit Opt-out

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Liestal,

Der Baselbieter Landrat hat sich am Donnerstag für ein kantonales Krebsregister ausgesprochen. Es soll Daten an die Früherkennung weiterleiten, solange Patientinnen und Patienten nicht widersprechen. Die Vorlage wurde mit 71 zu 8 Stimmen ohne Enthaltungen angenommen.

Die Baselbieter Regierung will ein Krebsregister führen, um die Qualität von regelmässigen Untersuchungen sicherzustellen. (Themenbild)
Die Baselbieter Regierung will ein Krebsregister führen, um die Qualität von regelmässigen Untersuchungen sicherzustellen. (Themenbild) - KEYSTONE/DPA/HANNIBAL HANSCHKE

Die Änderung des Gesundheitsgesetzes sieht die Führung eines kantonalen Krebsregisters vor. Zur Qualitätssicherung soll dieses persönliche und diagnostische Daten von Patientinnen und Patienten an Früherkennungsprogramme weiterleiten. Im Zentrum stehen sogenannte Intervallkarzinome, also Krebserkrankungen, die zwischen Untersuchungen auftauchen.

Die Regierung hatte ursprünglich auf eine Opt-in-Variante gesetzt, während die vorberatende Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission Opt-out bevorzugte. Ein Antrag von Stefan Meyer (SVP), die Vorlage wieder mit Opt-in zu versehen, war in der ersten Lesung mit 52 zu 23 Stimmen bei drei Enthaltungen abgelehnt worden.

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