Auch Privatschüler sollen in Zürich Verkehrsunterricht erhalten
Das Stadtzürcher Parlament fordert Verkehrsunterricht auch an Privatschulen. Die Stadt hat diesen aus Spargründen gestrichen. Das Parlament will aber, dass alle Kinder wissen, wie sie sicher zu Fuss und auf dem Velo zur Schule kommen.

Die Stadt müsse für den Unterricht zusätzliche Stellen schaffen, forderten Martina Zürcher (FDP) und Matthias Renggli (SP) in einer Motion. «Ein paar zusätzliche Stellen kosten zwar, sind aber eine gute Investition», fand Zürcher. Allerdings könne das Parlament dies gar nicht fordern, sagte Stadträtin Karin Rykart (Grüne) am Mittwoch: «Diese Kompetenz liegt beim Stadtrat.»
Die Sicherheitsvorsteherin warnte, dass Polizisten aus der Grundversorgung abgezogen werden müssten, «auch da haben wir einen Unterbestand». Verkehrsunterricht sei auch keine verbindliche staatliche Leistung für Privatschulen. Diese müssten selber dafür sorgen.
Rykart sagte aber auch, dass der Stadtrat Sympathien für das Anliegen habe. Ein freiwilliges Angebot wäre demnach denkbar. Als Postulat mit Prüfauftrag wollte sie das Anliegen entgegennehmen. So sei etwa eine Zusammenarbeit mit externen Partnern denkbar.
Das Parlament schloss sich an: An einer früheren Sitzung erklärte es das Geschäft für dringlich. Am Mittwoch überwies der Gemeinderat das in ein Postulat umgewandelte Geschäft mit 112 zu 0 Stimmen an den Stadtrat.
Für die Verkehrssicherheit von Schulkindern sei es nicht relevant, ob die Kinder in eine öffentliche oder in eine private Schule gehen, heisst es im Vorstoss. In dieser Frage waren sich am Mittwoch alle einig.
Laut Stadtrat geht es um 82 Schulen mit rund 5000 Schülerinnen und Schülern. In der Vergangenheit bot die Stadtpolizei Verkehrsunterricht an, sofern es die Ressourcen zuliessen.






