Grossandrang bei den Berner Grossratswahlen von Ende März
Die 160 Sitze im Berner Kantonsparlament sind begehrt: 2261 Personen kandidieren für den Grossen Rat, mehr als je zuvor. Das teilte die bernische Staatskanzlei am Dienstag nach Ablauf der Anmeldefrist mit.

Mit 906 Bewerberinnen liegt der Frauenanteil bei 40,1 Prozent und damit leicht höher als vor vier Jahren. Der Anteil kandidierender Frauen ist seit 2014 wieder im Steigen begriffen. Parallel dazu stieg auch der Anteil gewählter Frauen. 2022 lag er bei 39,4 Prozent.
Von den bisherigen Grossrätinnen und Grossräten treten 148 zur Wiederwahl an. Das entspricht 92,5 Prozent gegenüber 86,9 Prozent bei den letzten Wahlen. Wer neu antritt, dürfte es also nicht leicht haben.
Nur leicht gestiegen ist die Zahl der eingereichten Listen: 160 gegenüber 158 vor vier Jahren.
Die Wahlen finden am 29. März statt. Dann wird auch der Bernjurassische Rat neu bestimmt, der mit dem Sonderstatutgesetz entstand und der offizielle Ansprechpartner des Regierungsrats ist. Für die 24 Sitze bewerben sich 125 Kandidatinnen und Kandidaten.
Besondere Spannung verspricht die Regierungsratswahl. Der Anmeldeschluss läuft in knapp zwei Wochen ab. Schon länger bekannt ist, wer für die etablierten Parteien ins Rennen steigt.
Die Bürgerlichen wollen Ende März einen fünften Sitz in der Kantonsregierung erobern. Das rotgrüne Lager will dies nicht nur verhindern, sondern gleich selber eine Mehrheit holen.






