16 Männer und Frauen streben Sitz in Berner Kantonsregierung an
Sechs Frauen und zehn Männer kandidieren bei den Gesamterneuerungswahlen im Kanton Bern Ende März für einen Sitz im siebenköpfigen Regierungsrat. Vier bisherige Regierungsmitglieder treten zur Wiederwahl an, drei treten ab.

Nicht mehr zur Wiederwahl antreten werden bekanntlich Christoph Ammann (SP), Christine Häsler (Grüne) und Christoph Neuhaus (SVP).
Eine weitere Legislatur in Angriff nehmen wollen Evi Allemann (SP), Astrid Bärtschi (Mitte), Philippe Müller (FDP) und Pierre Alain Schnegg (SVP). Das bedeutet, dass SP, Grüne und SVP je einen Sitz neu zu besetzen haben.
Die Tickets der grossen Listen sind seit geraumer Zeit bekannt. Die SVP will auf Kosten der Linken einen dritten Sitz in der Kantonsregierung ergattern. Doch ob der Machtpoker mit einem Fünferticket aufgeht, wird sich noch weisen müssen. Wenn nicht, müssten allenfalls Finanzdirektorin Astrid Bärtschi oder Sicherheitsdirektor Philippe Müller um ihre Wiederwahl bangen.
Für die bürgerliche Liste treten neben den drei amtierenden Regierungsmitgliedern neu die beiden SVP-ler Daniel Bichsel und Raphael Lanz an.
Rotgrün steigt mit einem Viererticket ins Rennen und will mindestens den Besitzstand wahren. Auf dieser Liste finden sich neben der bisherigen Regierungsrätin die Kandidierenden Aline Trede (Grüne) Reto Müller (SP) und Hervé Gullotti (SP). Letzterer soll den verfassungsmässig garantierten Sitz des Berner Juras erobern, der aktuell von Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg gehalten wird. Schnegg aus dem Sattel zu heben dürfte ein schwieriges Unterfangen werden.
Die EVP schickt Tom Gerber und Barbara Stotzer-Wyss in die Regierungsratswahlen, die Grünliberalen Tobias Vögeli. Auch ihre Kandidaturen waren bereits bekannt.
Beim Ablauf der Meldefrist für Kandidaturen sind meist die Aussenseiterinnen und Aussenseiter noch nicht bekannt. So kandidiert denn etwa die bei der SVP vor einiger Zeit in Ungnade gefallene Sigriswiler Grossrätin Madeleine Amstutz als Parteilose für einen Sitz in der Berner Kantonsregierung, wie die Staatskanzlei am Montag mitteilte.
Für die Piratenpartei stehen Jorgo Ananiadis und Melanie Hartmann in den Startlöchern. Ebenfalls für einen Sitz im Regierungsrat kandidiert der sich als «König der Schweiz» bezeichnende Jonas Lauwiner.
Ohne grosse Parteimacht im Rücken dürfte der Sprung in die Kantonsregierung für solche Kandidierende allerdings ausgesprochen schwierig werden. Mit ihren Regierungskandidaturen wollen sie sich in der Regel vor allem etwas mehr Bekanntheit für die Grossratswahlen verschaffen.






