Regierungsrat will Mitfinanzierung von saisonalen Buslinien prüfen
Der Regierungsrat ist bereit zu prüfen, ob und wie er sich allenfalls an der Finanzierung von Buslinien für den Freizeitverkehr beteiligen könnte. Grossrätinnen und Grossräte aus sieben Parteien fordern eine Aufnahme der Buslinien für Freizeit und Tourismus ins Grundangebot des Kantons.

Im Kanton Bern gibt es derzeit rund 30 saisonale Buslinien, zum Beispiel Wander-, Schneetour- oder Schlittelbusse. Sie haben keine eigentliche Erschliessungsfunktion, weshalb sie vom Bund auch nicht mitfinanziert werden. Sie werden in der Regel durch Billetterträge und Beiträge Dritter, etwa Standortgemeinden oder Sponsoren berappt.
Grossrätinnen und Grossräte aus sieben Parteien von links bis rechts fordern, dass der Kanton eine gesetzliche Grundlage schafft, um Buslinien für Tourismus und Freizeit von regionaler Bedeutung in das Grundangebot aufzunehmen und damit mitzufinanzieren.
Saisonale Wanderbusse seien für die Regionen wichtig und erfreuten sich grossem Zuspruch. Die Grossratsmitglieder verweisen etwa auf die 2023 eröffnete Buslinie über den Schallenberg, die mit rund 9000 Passagieren an 27 Wochenenden die Erwartungen deutlich übertroffen habe.
Wanderbusse trügen wesentlich zur Förderung von sanftem Tourismus bei, so die Grossratsmitglieder. Dazu komme, dass Ausflugsgebiete an schönen Wochenenden oft unter dem Autoverkehr litten.
Der Regierungsrat hält das Anliegen grundsätzlich für berechtigt, wie er in seiner am Montag veröffentlichten Antwort schreibt. Er tritt dennoch etwas auf die Bremse und will die Forderung zunächst einmal nur prüfen.
So müsse etwa zuerst genau definiert werden, welche Kriterien solche Buslinien erfüllen müssen. Eine Mitfinanzierung würde ausserdem zu Zusatzkosten führen, schreibt der Regierungsrat.
Der Grosse Rat wird voraussichtlich im Frühling über den Vorstoss debattieren.






