Wegen Nahost-Krise: Spanien verlegt Irak-Spezialkräfte

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Spanien,

Wegen des Iran-Kriegs und der verschlechterten Sicherheitslage im Nahen Osten hat Spanien seine im Irak eingesetzten Spezialkräfte vorübergehend verlegt. Die Militärangehörigen seien ohne Zwischenfälle an sichere Orte gebracht worden und wohlauf, teilte das Verteidigungsministerium in Madrid mit. Die den spanischen Spezialkräften übertragenen Aufgaben könnten derzeit im Irak «nicht wahrgenommen werden», hiess es.

ARCHIV - Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles spricht während der gemeinsam Pressekonferenz mit dem deutschen Verteidigungsminister Pistorius. Foto: Soeren Stache/dpa
ARCHIV - Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles spricht während der gemeinsam Pressekonferenz mit dem deutschen Verteidigungsminister Pistorius. Foto: Soeren Stache/dpa - Keystone/dpa/Soeren Stache

Nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders RTVE sind insgesamt rund 300 Angehörige der spanischen Streitkräfte im Irak in zwei Missionen eingesetzt: In der von den USA angeführten Operation «Inherent Resolve» gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie in der Ausbildungsmission der Nato, in der im Juni ein spanischer General das Kommando übernehmen soll.

Die Verlegung der Spezialkräfte sei in enger Abstimmung mit den irakischen Behörden sowie mit der internationalen Koalition erfolgt, betonte das spanische Verteidigungsministerium. Spaniens Engagement für die Stabilität im Irak bleibe aber unverändert. Wohin die Truppen genau und für wie lange sie verlegt wurden, teilte Madrid zunächst nicht mit.

Nach einem Drohnenangriff auf eine Militärbasis im Nordirak bereitete auch Italien den Abzug seiner Truppen vor: 102 Soldaten sind bereits zurück in Italien, 75 wurden nach Jordanien verlegt. Für die übrigen sollte nach Angaben von Freitag eine Verlegung auf dem Landweg organisiert werden, um nach Italien zurückzukehren. Erst am Freitag hatte Frankreich mitgeteilt, dass bei einem ähnlichen Angriff auf französische Truppen im Irak ein Soldat getötet und mehrere weitere verletzt wurden; Präsident Emmanuel Macron bezeichnete den Angriff als inakzeptabel.

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