Mit zwei Dritteln der Stimmen wurde der bisherige Staatschef Rumen Radew in Bulgarien wiedergewählt. Damit bleibt er weitere fünf Jahre im Präsidentenamt.
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Der bulgarische Staatschef Rumen Radew hat die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gewonnen. Foto: Valentina Petrova/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Der bulgarische Präsident Rumen Radew wurde wiedergewählt.
  • Er konnte sich mit 66,7 Prozent der Stimmen gegen Anastas Gerdschikow durchsetzen.
  • Die Wahlbeteiligung betrug weniger als 40 Prozent.

Der bulgarische Staatschef Rumen Radew hat die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gewonnen. Mit 66,7 Prozent der Stimmen entschied der General der Reserve Radew die zweite Wahlrunde gegen Anastas Gerdschikow für sich. Der Rektor der Universität Sofia kam auf lediglich 31,8 Prozent. Dies gab die Zentrale Wahlkommission (ZIK) in Sofia nach Auszählung von gut 99 Prozent der Stimmen am Montag bekannt.

Damit bleibt der 58 Jahre alte Radew, dessen Amtszeit im Januar 2022 endet, weitere fünf Jahre Staatsoberhaupt des EU-Landes. Der frühere Kampfpilot und Luftwaffenchef sowie der Universitätsprofessor waren als unabhängige Kandidaten angetreten.

Wahlbeteiligung unter 40 Prozent

Radew wurde von den aus den früheren Kommunisten hervorgegangenen Sozialisten sowie den Protestparteien unterstützt. Gerdschikow hingegen erhielt Unterstützung von der bürgerlichen GERB des früheren Regierungschefs Boiko Borissow und der Partei der türkischen Minderheit DPS.

Die Wahlbeteiligung am Sonntag lag Erhebungen zufolge bei weniger als 40 Prozent. Damit war diese noch niedriger als in der ersten Wahlrunde vor einer Woche. Dies hat aber keine Auswirkung auf die Gültigkeit der Stichwahl.

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