KI: Uno-Generalsekretär schlägt Pakt für Sicherheit von Kindern vor

Keystone-SDA
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Bern,

Uno-Generalsekretär Antonio Guterres fordert einen Pakt zugunsten einer für Kinder sicheren Künstlichen Intelligenz (KI). Bei der Eröffnung des ersten «Globalen Dialogs» über die Regulierung dieser Technologie betonte Guterres, wie wichtig es sei, diese Technologie rasch zu regulieren.

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Antonio Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (UN), spricht auf einer Pressekonferenz im UN-Hauptquartier. - dpa

«Wir könnten die letzte Generation sein, die in der Lage ist, die Bedingungen für das Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine festzulegen», warnte der Generalsekretär am Montag vor mehreren tausend Menschen in Genf. Doch dieses Zeitfenster werde nicht lange offen bleiben, so seine Einschätzung.

Und so forderte Guterres erneut, die KI zu regulieren, um die «Zukunft der Menschheit» nicht dem Zufall zu überlassen. Es sei nicht akzeptabel, dass diese Technologie ohne Plan und ohne Zustimmung der Öffentlichkeit rasch voranschreite. Der Mensch müsse im Mittelpunkt stehen, betonte seinerseits Bundesrat Albert Rösti im Namen von rund vierzig Ländern.

«Kein Kind sollte jedoch als Versuchskaninchen für eine unregulierte KI herhalten müssen», erklärte Guterres vor Vertretern von mehr als 170 Staaten, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft. Seiner Ansicht nach sollte kein Unternehmen ein KI-System für Jugendliche einsetzen, ohne dessen Sicherheit getestet und ohne eine unabhängige Überwachung eingerichtet zu haben.

Diese Akteure sollten zudem jegliches von KI erzeugtes kinderpornografisches Bildmaterial entfernen. Bei Anzeichen einer Notlage solle das System den Betrieb unterbrechen und die Kinder mit echter menschlicher Unterstützung verbinden.

Sowohl Guterres als auch die Schweiz sind der Ansicht, dass Entwicklungsländer beim Zugang zur KI unterstützt werden sollten. Guterres wird der UN-Generalversammlung seine Empfehlungen für einen globalen Fonds zu diesem Thema vorlegen. Im vergangenen Jahr flossen fast 500 Milliarden Dollar an privaten Investitionen in die KI-Infrastruktur. Die Finanzierung der Kapazitäten in Entwicklungsländern ist jedoch gering.

Eine weitere Forderung: Die Menschenrechte müssten im Mittelpunkt dieser Technologien stehen, betonte Guterres. Er wünscht sich, dass der CO2-Fussabdruck von Rechenzentren öffentlich bekannt wird. Kürzlich hat er die Initiative für Umwelttransparenz bei KI ins Leben gerufen. Einige Unternehmen haben sich bereits bereit erklärt, die Umweltbelastung ihrer Rechenzentren offenzulegen, und sich verpflichtet, diese bis 2030 mit erneuerbaren Energien zu betreiben.

Bis dahin könnten die Rechenzentren Schätzungen zufolge mehr Strom verbrauchen als alle Länder bis auf fünf und mehr Wasser als ganz Subsahara-Afrika.

Guterres hob zudem die Vorteile der KI für das Gesundheitswesen, das Bildungswesen und die Wirtschaft hervor und bekräftigte, dass diese Technologie der wichtigste Entwicklungsmotor des 21. Jahrhunderts sein könnte. Eine Einschätzung, die von der Schweiz geteilt wird. Die Regulierung der KI müsse «praktikabel» sein, sagte Bundesrat Rösti und gab bekannt, dass der Weltgipfel zur KI 2027 in Genf am 21. und 22. Juni stattfinden wird.

Am vergangenen Mittwoch hatte ein von Guterres beauftragtes Wissenschaftlergremium in seinem ersten Bericht bereits auf Ungleichheiten beim Zugang hingewiesen. Mehr als eine Milliarde Menschen nutzen jede Woche dialogorientierte KI. Doch auf die USA und China entfallen etwa 90 % der Kapazitäten. Das Gremium fordert kostenlos herunterladbare Modelle.

Mehrere Staats- und Regierungschefs betonten am Montag anlässlich dieses ersten «Globalen Dialogs zur KI-Governance», der im 2024 verabschiedeten globalen Digitalpakt vorgesehen ist, die Bedeutung der KI als «gemeinsames Gut». Das nächste Treffen soll im Mai 2027 in New York stattfinden.

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