Von der Leyen setzt auf Abschluss der Verhandlungen mit London bis Jahresende

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Deutschland,

Kurz vor dem Brexit hat sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zuversichtlich gezeigt, dass die anstehenden Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen mit Grossbritannien noch in diesem Jahr zum Abschluss kommen.

Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • EU-Kommissionspräsidentin: Müssen aufstehen für Europa.

«Wir werden unsere Unterschrift darunter setzen, wenn alles verhandelt ist und wir ein ausbalanciertes Paket haben», sagte von der Leyen laut Vorabmeldung vom Freitagabend im Interview mit den ARD-«Tagesthemen».

Über die neu zu ordnenden Handelsbeziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU sagte von der Leyen: «Wir in der EU wollen nicht, dass es unseren britischen Freunden schlechter geht, aber es ist ein Unterschied, ob man Mitglied ist oder nicht.»

Zudem forderte sie einen stärkeren Einsatz für Europa. Der Brexit habe die Menschen in den EU-Ländern gelehrt, «dass wir auch aufstehen müssen für unser Europa, sonst haben wir es eines Tages nicht mehr», sagte von der Leyen. «Und wir haben den hohen Wert der Einigkeit erkannt. Es hat sich während der Brexit-Verhandlungen ausgezahlt, zusammenzustehen.»

Die Kommissionspräsidentin stellt sich nach eigener Aussage die Aufgabe, als EU «bei den grossen Fragen zu liefern». Als vorrangige Herausforderungen nannte sie neben Klimawandel und Digitalisierung «ein Konzept für Migration, das nachhaltig wirksam, aber auch menschlich» sei. Sie kündigte an, ein solches Konzept bis Ende März vorzustellen.

Grossbritannien tritt um 23.00 Uhr (Ortszeit, 00.00 Uhr MEZ) nach 47 Jahren aus der EU aus. Mit dem Brexit beginnt eine Übergangsphase, in der ein Handelsabkommen und weitere Vereinbarungen zu den künftigen Beziehungen zwischen der EU und Grossbritannien ausgehandelt werden sollen. Diese Phase soll nach bisheriger Planung zum Jahreswechsel enden.

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