Die hochrangigen Gespräche zwischen den USA und Russland über den Ukraine-Konflikt finden in Genf statt.
Russische und US-Flaggen in der US-Vertretung in Genf
Russische und US-Flaggen in der US-Vertretung in Genf - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Treffen begann am Montag kurz vor 9 Uhr.
  • Für den späten Nachmittag waren Pressekonferenzen geplant.

In der Schweiz haben am Montag die hochrangigen Gespräche zwischen den USA und Russland über den Ukraine-Konflikt begonnen. Das Treffen zwischen der stellvertretenden US-Aussenministerin Wendy Sherman und dem russischen Vize-Aussenminister Sergej Rjabkow begann um 08.55 Uhr in der US-Vertretung in Genf, wie ein Sprecher des US-Aussenministeriums mitteilte. Für den späten Nachmittag waren Pressekonferenzen geplant.

Nach einem kurzfristig anberaumten Abendessen mit seiner US-Kollegin hatte Rjabkow am Sonntagabend von einer «komplizierten Diskussion» gesprochen. Das Gespräch hätte gar nicht «einfach» sein können, sagte Rjabkow laut der Nachrichtenagentur Interfax.

Sherman betonte während des Treffens nach Angaben ihres Ministeriums «die Unterstützung der Vereinigten Staaten für die internationalen Grundsätze der Souveränität, der territorialen Integrität und der Freiheit souveräner Länder, ihre eigenen Bündnisse zu wählen».

Kreml weist Gerüchte zu Einmarsch kategorisch zurück

Die USA und die EU treibt die Sorge um, dass Russland einen neuen Einmarsch im Nachbarland Ukraine vorbereitet. Dies weist der Kreml kategorisch zurück. Gleichzeitig fordert er von den USA und der Nato ein Abkommen, das die Osterweiterung des Militärbündnisses untersagt. Dies wiederum wird von der Nato und den USA klar abgelehnt.

Im Vorfeld der Genfer Gspräche hatte US-Aussenminister Antony Blinken den Kreml am Sonntag vor einer Eskalation der Lage gewarnt. Rjabkow wiederum schloss jegliches Zugeständnis Moskaus aus.

Das Treffen der Vize-Aussenminister Russlands und der USA leitet eine Woche intensiver Diskussionen zur Situation in der Ukraine ein. Neben den US-russischen Gesprächen am Montag ist für Mittwoch ein Treffen des Nato-Russland-Rats in Brüssel und für Donnerstag ein Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien geplant. So sollen die Europäer einbezogen werden, die befürchten, bei der Beilegung der Krise an den Rand gedrängt zu werden.

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