Video zeigt, wie Iraner Frachter entern
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde verlängert. Beide Seiten blockieren weiterhin die Strasse von Hormus und drohen sich gegenseitig.
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Das Wichtigste in Kürze
- Trump verlängert die Feuerpause mit dem Iran auf unbestimmte Zeit – ohne neue Frist.
- Die Strasse von Hormus wird blockiert, der Iran soll Frachter beschossen haben.
- Die Hisbollah und Israel werfen sich gegenseitig Verstösse gegen die Waffenruhe vor.
Die Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA wurde von Donald Trump kurz vor Ablauf für unbestimmte Zeit verlängert. Der US-Präsident erwartet in wenigen Tagen einen Vorschlag aus Teheran zur Beilegung des Krieges. Solange werden die USA keine Angriffe durchführen.
Derweil blockieren beide Länder weiterhin die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus. Die USA haben einen mit Sanktionen belegten Tanker beschlagnahmt, die iranischen Revolutionsgarden mehrere Frachter unter Beschuss genommen.
Auch zwischen dem Libanon und Israel herrscht eine Waffenruhe – wenn auch eine äusserst wackelige. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstösse gegen das Abkommen.
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Ölpreise legen zu: Brent-Preis steigt dritten Tag in Folge
08.17: Die Ölpreise haben wegen des Iran-Kriegs den dritten Tag in Folge zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent mit Lieferung im Juni wurde bei 103,23 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent über dem Niveau vom Vortag. Die Waffenruhe im Nahen Osten steht zunehmend auf der Kippe.
US-Präsident Donald Trump hat zuletzt den Druck auf den Iran erhöht und gibt dem Land Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Allerdings sieht sich Teheran mit der Blockade der für den Ölhandel wichtigen Strasse von Hormus in einer Position der Stärke.

Das Ausbleiben von neuen Verhandlungen für ein Ende des Iran-Kriegs verunsichert die Anleger an den Rohstoffmärkten. Seit Beginn der Woche hat sich Rohöl aus der Nordsee fast sieben Dollar und US-Öl fast vier Dollar je Barrel verteuert.
Experte Dennis Kissler vom Finanzdienstleister BOK Financial Securities geht davon aus, dass der Preisanstieg so lange weitergeht, bis eine der beiden Kriegsparteien nachgibt. Seiner Einschätzung nach sind die Verhandlungen über ein Abkommen festgefahren. «Je länger kein Öl durch die Strasse von Hormus fliesst, desto weiter werden die Preise steigen», sagte Kissler.
Washington und Teheran befinden sich derzeit in einer Sackgasse bei mehreren massgeblichen Themen, die für ein Ende des Krieges entscheidend sind, darunter das iranische Atomprogramm.
Video zeigt Iraner beim Entern von Frachtschiffen
7.22 Ein kleines Schnellboot steuert auf einen riesigen Frachter der Reederei MSC zu. Es nähert sich dem Rumpf, ehe maskierte und bewaffnete Kämpfer den Frachter entern. Das ganze begleitet von epischer Filmmusik.
Die staatlichen Iranischen Medien haben ein Video veröffentlicht, das die Enterung von zwei Frachtschiffen zeigen soll, wie «CNN» berichtet.
Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, dass sie gestern zwei Schiffe in der Strasse von Hormus beschlagnahmt haben, wie «Al Jazeera» schreibt. Beide Schiffe seien in Richtung der iranischen Küste geleitet worden.

Die jüngsten iranischen Angriffe auf Frachter in der Strasse von Hormus zeigten, dass Teheran die Meerenge nach wie vor fest im Griff habe und dadurch die Belastung für die Weltwirtschaft weiter verschärfen könne, schrieb die «New York Times».
Das Weisse Haus spielte dagegen die Bedeutung der Vorfälle herunter. Medien würden sie aufbauschen, sagte Leavitt dem Sender Fox News. Irans Marine sei vom US-Militär völlig zerstört. Schnellboote hätten die Frachter attackiert.
«Der Iran hat sich von der tödlichsten Marine im Nahen Osten zu einer Bande von Piraten gewandelt», sagte Leavitt. Eine Kontrolle über die Strasse von Hormus habe Teheran nicht, behauptete die Sprecherin von Trump.
Marine-Staatssekretär Phelan verlässt US-Regierung
02.05: Mitten in der Seeblockade der Strasse von Hormus wechselt die US-Regierung ihren für die Marine zuständigen Staatssekretär aus. John Phelan werde die Regierung mit sofortiger Wirkung verlassen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit.
Unterstaatssekretär Hung Cao solle die Geschäfte bis auf Weiteres übernehmen. Zu den Gründen des Wechsels machte das Ministerium keine Angaben.

Phelan, früher Investmentbanker, trat den Posten im März vergangenen Jahres an. Der Schwerpunkt seiner Arbeit lag unter anderem bei der Stärkung des Schiffbaus sowie der maritimen Industrie.
Wie die «New York Times» unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtete, schwelten seit Monaten Spannungen zwischen Phelan und seinen beiden Vorgesetzten, Verteidigungsminister Pete Hegseth und dessen Stellvertreter Stephen Feinberg. Besonders Feinberg war demnach zunehmend unzufrieden damit, wie Phelan die neue Schiffbau-Initiative der Marine umsetzte.
Angriffe auf jüdische Einrichtungen: Zwei Festnahmen in England
01.15: In den Ermittlungen zu einer Serie von Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen in England hat die Anti-Terror-Einheit der Londoner Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 19 und 26 Jahren seien in Watford nördlich der britischen Hauptstadt gefasst worden. Dies teilte die Metropolitan Police mit.
Die Festnahmen erfolgten demnach im Rahmen einer proaktiven Ermittlung im Zusammenhang mit einer mutmasslichen Verschwörung zur Durchführung eines weiteren Brandanschlags gegen die jüdische Gemeinschaft. Das genaue Ziel des Anschlags war laut der Mitteilung zunächst nicht bekannt.












