Verband berufstätiger Frauen beteiligt sich nicht am Frauenstreik

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    Bern,

    «Als Berufsfrauen streiken wir nicht»: Der Verband berufstätiger Frauen beteiligt sich am 14. Juni nicht am Frauenstreiktag.

    Auch die FDP Frauen wollen am 14. Juni nicht streiken. (Archivbild)
    Auch die FDP Frauen wollen am 14. Juni nicht streiken. (Archivbild) - sda - Keystone/GEORGIOS KEFALAS

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Verband berufstätiger Frauen streikt am 14. Juni nicht mit.
    • Man wolle aber dazu aufrufen, dass die Menschen sich «für Chancengleichheit engagieren».

    Der Verband berufstätiger Frauen beteiligt sich nicht am Frauenstreiktag. Trotzdem wollen die Business and Professional Women (BPW) diesen Tag dazu nutzen, um auf ihre Ziele aufmerksam zu machen.

    Dazu gehörten unter anderem gleicher Lohn für gleiche Arbeit, gleichwertige Mitbestimmung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie, teilte BPW am Sonntag mit.

    Der Verband werde am 14. Juni dazu aufrufen, «dass sich Frauen und Männer für mehr Chancengleichheit engagieren». Doch «als Berufsfrauen streiken wir nicht».

    «Massiv untervertreten»

    In der Mitteilung hält BPW fest, dass die Frauen in den Führungsetagen immer noch «massiv untervertreten» sind. Nur jeder fünfte Verwaltungsrat und jedes zehnte Geschäftsleitungsmitglied sei eine Frau. Unter den CEOs betrage der Frauenanteil gerade einmal vier und unter den Verwaltungsratspräsidenten drei Prozent.

    BPW fordert deshalb die Möglichkeit für Teilzeitarbeit auf allen Karrierestufen sowie «ambitionierte Zielwerte» für die Geschlechter in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen. Ausserdem brauche es Lohntransparenz, damit Lohngleichheitsklagen ermöglicht würden, und regelmässig Lohngleichheitsanalysen für Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden.

    Revision des Gleichstellungsgesetzes

    Die Revision des Gleichstellungsgesetzes, die vom Parlament in der letzten Wintersession verabschiedet wurde, gehe in die richtige Richtung. BPW erwarte, dass die Wirtschaft nun nachziehe und das «moderate Gesetz umsetzt».

    Ausserdem seien das Steuersystem und die Berechnung der Fremdbetreuungskosten in der Schweiz so angelegt, dass sich in vielen Fällen die Erwerbstätigkeit für Frauen gar nicht lohne. Deshalb brauche es die Individualbesteuerung, ein finanzierbares Angebot an Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Tagesschulen sowie eine Elternzeit.

    Zu den Unterzeichnerinnen der Erklärung gehören neben BPW Switzerland der grösste Schweizerische Frauendachverband Alliance F, die CVP Frauen, die FDP Frauen sowie die Frauen der BDP und der GLP.

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