USA: Vorstoss für Hinrichtung per Erschiessen auf Bundesebene
Die US-Regierung will die Todesstrafe durch Erschiessen wieder erlauben. Damit soll einem möglichen Gift-Mangel vorgebeugt werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Regierung will die Todesstrafe auf Bundesebene auch durch Erschiessen durchführen.
- In einigen Bunedsstaaten ist das bereits heute erlaubt.
- Donald Trump wil das von Biden verhängte Moratorium weder aufheben.
In den USA sollen verurteilte Straftäter nach dem Willen des Justizministeriums auf Bundesebene künftig durch Erschiessen hingerichtet werden dürfen.
In einem entsprechenden Regierungsbericht spricht sich Justizminister Todd Blanche dafür aus, dass auch andere Hinrichtungsoptionen erwogen werden sollten – darunter auch die Todesstrafe per Erschiessungskommando. Dies ermögliche dem Ressort, auch dann Exekutionen durchzuführen, selbst «wenn ein bestimmtes Mittel nicht verfügbar ist». Gemeint sein dürfte damit die Substanz, die bei Giftspritzen genutzt wird.

Die Hinrichtung per Erschiessungskommando ist dem Bericht nach bereits in fünf Bundesstaaten erlaubt. Neben Idaho, Mississippi und Oklahoma können zu Tode verurteilte Straftäter auch in South Carolina und Utah erschossen werden.
Die Todesstrafe ist in den USA in mehr als zwei Dutzend der 50 Bundesstaaten zugelassen, in mehreren Bundesstaaten wird sie allerdings de facto nicht mehr vollstreckt. Ausser der Giftspritze werden Hinrichtungen in den Vereinigten Staaten unter anderem durch den elektrischen Stuhl oder auch per Erschiessungskommando vollstreckt.
US-Präsident Trump hatte in seiner ersten Amtszeit die Todesstrafe auf Bundesebene wieder aufgenommen, sein Nachfolger Joe Biden schob dem allerdings einen Riegel vor und verhängte ein Moratorium. Nun will Blanche die Todesstrafe auf Bundesebene wieder vollstrecken.














