Stadt Zürich

Neukom bezahlt von ihm abgelehnte Porträts aus eigener Tasche

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Der Zürcher Regierungsrat Martin Neukom will die Porträts von Hans Witschi für die Ahnengalerie im Kunstraum Walcheturm nicht und bezahlt den Preis von 20'000 Franken nun selbst. Die Auswahl des Künstlers sei sein eigener Fehler gewesen, begründete der Grüne und Chef der kantonalen Baudirektion seinen Entscheid.

Kann sich in den Porträts von Hans Witschi nicht wiedererkennen und wird darum vorerst nicht in der Ahnengalerie zu sehen sein: Der Zürcher Baudirektor Martin Neukom. (Archivbild)
Kann sich in den Porträts von Hans Witschi nicht wiedererkennen und wird darum vorerst nicht in der Ahnengalerie zu sehen sein: Der Zürcher Baudirektor Martin Neukom. (Archivbild) - KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Das Geld werde ausbezahlt, sobald das Bild in der kantonalen Verwaltung angekommen sei, schrieb der Politiker am Freitag auf dem Portal Linkedin. «Die anderen beiden Bilder gehören Herrn Witschi. Er kann damit machen, was er will», so Neukom weiter.

Neukom begründete seine Ablehnung unter anderem damit, dass er sich in den Darstellungen nicht wiedererkenne. Während er die künstlerische Qualität der Werke durchaus anerkenne, passten sie nicht in den Kontext der offiziellen Ahnengalerie, da er sich mit der Darstellung nicht identifizieren könne.

Die Ahnengalerie im Kunstraum Walcheturm ist eine traditionsreiche Sammlung. Seit über hundert Jahren lässt der Kanton Zürich alle amtierenden Regierungspräsidenten sowie die Bundesräte aus dem Kanton in Öl porträtieren. Die Werke dokumentieren damit die Geschichte der Zürcher Regierungsmitglieder.

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