USA stufen brasilianische Drogenbanden als Terrorgruppen ein
Die US-Regierung hat zwei brasilianische Drogenbanden als Terrororganisationen eingestuft. Comando Vermelho (CV) und Primeiro Comando da Capital (PCC) seien zwei der brutalsten kriminellen Organisationen des Landes und ihr Einfluss reiche bis in die USA, teilte das Aussenministerium mit. «Zusammen befehligen sie Tausende von Mitgliedern und haben brutale Angriffe auf brasilianische Polizeibeamte, Amtsträger und Zivilisten organisiert.»

Primeiro Comando da Capital gilt als mächtigste kriminelle Organisation Brasiliens und als zentraler Akteur im Kokainschmuggel aus den Andenstaaten. Auch das Comando Vermelho ist eines der grössten Verbrechersyndikate des Landes und im Drogenhandel aktiv. Bei Polizeieinsätzen gegen die Banden kommt es immer wieder zu etlichen Todesopfern.
Die Regierung in Brasilien hatte die Einstufung als Terrororganisation dennoch verhindern wollen, weil die Gruppen nach brasilianischem Recht keine politischen oder ideologischen Ziele verfolgen. Die Regierung um Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva befürchtet, dass eine Terror-Einstufung den USA eine rechtliche Grundlage für härtere Massnahmen bis hin zu möglichen Einsätzen auf brasilianischem Territorium geben könnte.
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump weitet mit dem Schritt ihre Strategie aus, lateinamerikanische Kartelle und Banden wie Terrorgruppen zu behandeln. Zuletzt wurden bereits mehrere Drogenbanden als ausländische Terrororganisationen eingestuft, darunter unter anderem Tren de Aragua aus Venezuela, das Golf-Kartell aus Mexiko und Los Lobos und Los Choneros aus Ecuador.










