G20-Gipfel

    USA laden Putin zu G20-Gipfel in Miami ein

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer, Keystone-SDA

    USA,

    Wladimir Putin soll aus Sicht der USA im Dezember an den G20-Gipfel in Miami reisen. Eine entsprechende Einladung ist verschickt.

    Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump (r) und Kreml-Chef Wladimir Putin haben sich letztes Jahr in Alaska getroffen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Laut Aussenminister Rubio haben die USA Putin zum G20-Gipfel im Dezember eingeladen.
    • Dort könne der russische Präsident neben Trump auch mit anderen Staatschefs sprechen.
    • Trump hatte schon vorher gesagt: «Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich»

    Die USA haben Kreml-Chef Wladimir Putin an den G20-Gipfel in Miami im Dezember eingeladen. Das bestätigte Aussenminister Marco Rubio im Rahmen der UN-Generalversammlung in New York. «Wir hoffen, er nimmt an», sagte Rubio vor den Medien.

    Man denke, dass dies eine gute Gelegenheit sei, damit Putin nicht nur mit US-Präsident Donald Trump, sondern auch mit anderen Staats- und Regierungschefs ins Gespräch kommen könnte.

    Putin am G20-Gipfel – eine gute Idee?

    In der G20-Runde der grossen Industrie- und Schwellenländer ist Russland zwar offiziell noch Mitglied. Putin nahm allerdings zuletzt 2019 physisch an einem Gipfeltreffen teil – also vor Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022.

    Der G20-Gruppe gehören 19 Staaten, die Europäische Union und die Afrikanische Union an.

    Trump vor Monaten: Putin beim G20-Gipfel wäre «hilfreich»

    Schon früher hatte Trump die Hoffnung geäussert, dass Putin nach Miami reist. «Wenn er käme, wäre es wahrscheinlich ziemlich hilfreich», hatte Trump im April gesagt. Er äusserte aber auch Zweifel, ob es wirklich dazu kommen würde.

    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte Mitte September, wenn er eingeladen werde, sei er bereit, zu dem G20-Gipfel zu kommen und mit Putin zu reden. «Wir müssen kommen. Wir müssen uns treffen, sprechen und Entscheidungen treffen», sagte er in einem Interview der Deutschen Welle.

    Russland liegt wegen seines Angriffskrieges gegen die Ukraine im Konflikt mit den westlich orientierten G20-Mitgliedern. Politisch hat es deshalb zuletzt mehr Energie in das Staatenbündnis Brics mit den befreundeten Staaten Brasilien, Indien, China, Südafrika und anderen gesteckt.

    Wolodymyr Selenskyj
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj würde zum G20-Gipfel reisen. - keystone

    Bereits im August hatte es im Vorfeld des G20-Gipfels ein Treffen der Finanzminister im US-Bundesstaat North Carolina gegeben. Mit dabei gewesen war der russische Finanzminister Anton Siluanow.

    Putin hatte Trump zuletzt bilateral im August vorigen Jahres in den USA getroffen. Die beiden haben auch mehrfach im Zuge des Ukraine-Kriegs miteinander telefoniert. Die USA sehen sich als Vermittler in dem bereits seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg. Bislang erzielten sie aber keine nennenswerten Fortschritte für ein Kriegsende.

    Kommentare

    User #5647 (nicht angemeldet)

    Auf Putin läuft ein Haftbefehl. Kriegsverbrecher gehören den Rest ihres Lebens in den Knast. Gleich Zelle mit Stockbetten, dann kann mehrfach verurteilte Trump direkt mit einziehen.

    User #1784 (nicht angemeldet)

    Trump widerspricht sich schon wieder. Er erklärte Russland werde sanktioniert und Putin ein einreiseverbot auferlegt. Was stimmt nun jetz.

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