Israels Militär: Hisbollah-Waffenlager im Libanon entdeckt
Das israelische Militär hat eigenen Angaben zufolge bei Einsätzen im Süden des Libanon mehrere Waffenlager der schiitisch-islamistischen Hisbollah-Miliz entdeckt. Im Gebiet von Mais al-Dschabal fanden israelische Truppen Waffenbestände in einem zivilen Wohnhaus sowie in einem Lagerraum, wie das Militär mitteilte. Unter anderem seien Gewehre, Raketen, Splittergranaten, Sprengsätze, Munition sowie Kommunikations- und Überwachungsausrüstung gefunden worden.

Im Gebiet von al-Tiri seien ebenfalls Ausrüstungsgegenstände sowie Lebensmittelvorräte in einer Wohnung gefunden worden. Die Fundorte lagen demnach unweit von UN-Posten in der Region.
Israel und der Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. Die Entwaffnung der Hisbollah-Miliz ist dabei ein wichtiger Streitpunkt. Die israelische Armee hat einseitig eine «Sicherheitszone» im Südlibanon verfügt, um nach eigenen Angaben Angriffe der Hisbollah auf den Norden des Landes zu verhindern. Sowohl die Hisbollah als auch die libanesische Regierung sprechen von einer völkerrechtswidrigen Besetzung.
Das von Israel kontrollierte Areal umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.
Vor einem Abzug seiner Truppen fordert Israel eine Entwaffnung der Hisbollah-Miliz, um Bedrohungen und mögliche Terrorüberfälle wie den vom 7. Oktober 2023 dauerhaft auszuschalten. Die vom Iran unterstützte Hisbollah lehnt eine Entwaffnung ab.














