USA bestätigen Abschuss von US-Kampfjet im Iran

Etienne Sticher
Etienne Sticher, Elena Hatebur

Iran,

Der Krieg zwischen dem Iran und den USA, Israel sowie den Golfstaaten dauert an. Wie und wann Donald Trump den Krieg zu beenden gedenkt, ist unklar.

Krieg
Der Krieg im Iran dauert an, ein Ende ist nicht in Sicht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die USA und Israel greifen weiterhin Ziele im Iran an.
  • Teheran hält derweil die Strasse von Hormus geschlossen, die Ölpreise steigen.
  • Mit Nau.ch bleibst du auf dem Laufenden.

Auch nach bald fünf Wochen greifen die USA und Israel Ziele im Iran an. Das Land reagiert mit Gegenschlägen, auch auf die Golfstaaten, und der Sperrung der Strasse von Hormus. Das hat zu höheren Ölpreisen und grossen Unsicherheiten geführt.

Bereiten dir die gestiegenen Benzinpreise Sorgen?

Donald Trump hat mehrfach von Verhandlungen über einen Waffenstillstand gesprochen. Gleichzeitig schickte er Tausende US-Soldaten in den Nahen Osten, was Befürchtungen eines Bodeneinsatzes weckt. Ausserdem droht der US-Präsident mit dem Austritt aus der Nato, da die Bündnispartner ihn in seinem Krieg zu wenig unterstützen.

Im Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung im Nahen Osten.

1,5 Billionen Dollar: Trump will mehr Geld für Verteidigung

17.37: US-Präsident Donald Trump will die Ausgaben für das Militär massiv erhöhen. Im Haushalt für 2027 sollen die Mittel auf 1,5 Billionen Dollar (1,3 Billionen Euro) steigen, wie aus einem vom Weissen Haus veröffentlichten Etatentwurf hervorgeht.

Das wäre laut US-Medien ein Höchststand in der jüngeren Geschichte Amerikas. Für das laufende Haushaltsjahr 2026 sind für den Verteidigungsbereich rund 1 Billion Dollar (870 Milliarden Euro) eingeplant.

Wieder Blauhelmsoldaten im Libanon verletzt

17.09: Im Südlibanon sind bei einer Explosion an einem UN-Posten drei Blauhelmsoldaten verletzt worden.

Die Beobachtermission der Vereinten Nationen im Libanon, Unilfil, teilte mit, zwei von ihnen seien schwer verletzt. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache der Explosion war am Nachmittag unklar.

Soldaten
Blauhelmsoldaten bei einem Einsatz im Dezember 2025, vor dem Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, im Libanon. - keystone

Schon in den vergangenen Tagen hatte im Zuge des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon mehrfach Zwischenfällen mit Blauhelmsoldaten gegeben, mit drei Todesopfern in den vergangenen Tagen. Unifil sprach von einer «schwierigen Woche für die Friedenstruppen».

Trump spricht erneut von Öl-Übernahme

16.34: US-Präsident Donald Trump hat im Iran-Krieg eine mögliche Übernahme von Öl aus der Region ins Spiel gebracht.

Öl
US-Präsident Donald Trump hat es auf das Öl im Iran abgesehen. - keystone

Mit ein bisschen mehr Zeit könne man problemlos «die Strasse von Hormus öffnen, das Öl nehmen und ein Vermögen verdienen», schrieb der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. Genauere Angaben – etwa dazu, welche Ölvorkommen er meinen könnte – machte Trump nicht.

Anfang der Woche hatte er der britischen Zeitung «Financial Times» (FT) bereits gesagt: «Um ehrlich zu sein, am liebsten würde ich mir das Öl im Iran nehmen.»

USA bestätigen Abschuss von US-Kampfjet im Iran

16.14: US-Behörden haben die Meldung des Irans, dass ein Kampfjet des US-Militärs über dem Iran abgeschossen wurde, erstmals bestätigt. Das berichtet die «New York Times»

Iranische Streitkräfte haben zuvor eigenen Angaben zufolge einen F-35-Kampfjet abgeschossen. Es sei bereits der zweite Abschuss eines solchen Kampfjets, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden.

Wrackteil
Iranische Streikräfte sprechen vom Abschuss eines F-35. Experten erkennen auf den Wrackteilen jedoch eher einen Kampfjet des Typs F-15. - X

Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten.»

Das von den iranischen Staatsmedien veröffentlichte Bild der Wrackteile passt gemäss Experten jedoch eher zu einem Kampfjet des Typs F-15.

«Bombardieren Brücken» – Netanjahu kündigt weitere Angriffe im Iran an

15.25: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat weitere gemeinsame Angriffe mit den USA auf die Infrastruktur des Iran angekündigt.

Netanjahu
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (r.) hat weitere Angriffe angekündigt. - keystone

«Zusammen mit unseren amerikanischen Freunden zerschlagen wir weiterhin das Terrorregime im Iran. Wir schalten Kommandeure aus, bombardieren Brücken, bombardieren Infrastruktur», sagte Netanjahu in einem von seinem Büro verbreiteten Video bei einer Lagebeurteilung.

Bericht: Mehr Schiffe passieren Strasse von Hormus

12.41: Die Zahl der Schiffspassagen durch die Strasse von Hormus hat zuletzt zugenommen. Nach einem Bericht der Datenfirma Windward sind am Mittwoch 16 Frachter durch die weitgehend blockierte Meerenge gefahren, am Vortag seien es elf Schiffe gewesen.

Die Zahl der Durchfahrten sei drei Tage infolge gestiegen. Sie beträgt aber noch immer nur einen Bruchteil des Verkehrs vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Die meisten der Schiffe sind den Angaben zufolge nah an der iranischen Küste entlanggefahren. Windward schreibt, dieser Korridor entlang der Insel Larak erlaube dem Iran eine «berechtigungsbasierte, selektive Blockade» aufrechtzuerhalten.

Ölkrise
Die Zahl der Durchfahrten in der Strasse von Hormus ist laut Berichten gestiegen. - keystone

Drei Schiffe hätten unter omanischer Kontrolle ebenfalls die Meerenge passiert, heisst es in dem Bericht weiter. Dabei haben sie den Angaben zufolge den vom Iran kontrollierten Korridor gemieden.

Eines der Schiffe, der LNG-Tanker Sohar, scheint nach Angaben des Finanzdienstes Bloomberg leer und nahe der omanischen Küste gefahren zu sein. Es sei das erste LNG-Tankschiff, das seit Ausbruch des Krieges die Meerenge passierte.

Schiffsverfolgungsdaten von MaritimeTraffic zeigen das Schiff nun ausserhalb der Meerenge und vor der omanischen Küste.

Gasanlage in Abu Dhabi nach Angriff Betrieb eingestellt

11.48: In Abu Dhabi stellt nach offiziellen Angaben eine Gasanlage den Betrieb ein. Trümmerteile seien nach einer Luftverteidigungsaktion auf das Gelände der Habshan Gasanlage gefallen, teilte das staatliche Medium Abu Dhabi Media Office auf X mit.

Ras Laffan
Eine Gasanlage in Katar. (Symbolbild) - keystone

Es gebe keine Berichte über Opfer. Der Betrieb sei eingestellt worden, während die Behörden einen Brand bekämpften, hiess es weiter.

Auch in der Region Adschban reagierten Behörden des Emirats auf herabfallende Trümmerteile, hiess es in einer weiteren Stellungnahme.

Kuwait: Wasser-Entsalzungsanlage bei Angriff beschädigt

11.30: Bei einem Angriff auf eine Entsalzungsanlage und ein Kraftwerk in Kuwait sind nach offiziellen Angaben Teile der Einrichtung beschädigt worden.

Einsatzkräfte seien im Einsatz, um den Betrieb der Anlagen fortführen zu können, hiess es in einer Stellungnahme des zuständigen Ministeriums. Bisher gebe es nur Sachschäden.

Als besonders trockenes und wasserarmes Land ist Kuwait von Entsalzungsanlagen abhängig. Trinkwasser entsteht in Kuwait grösstenteils aus dem energiehungrigen Prozess der Entsalzung. Schäden an den Anlagen können zudem schwere Folgen für die Umwelt haben.

Schon am Morgen hatte die staatliche Kuwait Petroleum Company über einen Angriff mit Sachschäden an der wichtigen Mina Al-Ahmadi Raffinerie berichtet. Dabei sei in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen.

Iran und Hisbollah feuern wieder Geschosse auf Israel

09.34: Israel ist am Morgen und in der Nacht erneut mit Raketen beschossen worden. In der Nacht wurde Berichten zufolge bei einem iranischen Angriff ein Haus in einem Vorort von Tel Aviv schwerbeschädigt.

Auch in anderen Gegenden gab es Medien zufolge Einschläge. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim bestätigte den nächtlichen Raketenangriff auf Israel.

Tel Aviv
In einem Vorort von Tel Aviv wurde ein Haus von einer Rakete schwer beschädigt. - pexels

Am Morgen heulten im Norden des Landes wegen Drohnen- und Raketenangriffen der libanesischen Hisbollah mehrfach die Warnsirenen. Die vom Iran unterstützte Miliz reklamierte Raketenangriffe für sich.

Juden in Israel und weltweit feiern derzeit das einwöchige Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei erinnert.

Raffinerie in Kuwait von Drohnen getroffen

09.11: In Kuwait haben Drohnen am frühen Morgen die Mina Al-Ahmadi Raffinerie getroffen.

Wie die staatliche Kuwait Petroleum Company (KPC) auf X mitteilte, seien in mehreren Betriebseinheiten Feuer ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz, um die Brände zu löschen.

Es gebe keine Berichte zu Opfern. KPC berichtete nicht, die Raffinerie abgeschaltet zu haben.

Die Raffinerie war auch schon in der Vergangenheit Ziel von Angriffen geworden und vor zwei Wochen daher auch abgeschaltet worden.

Die Anlage gehört zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

Iran: Haben Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen

09.05: Irans Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge einen Kampfjet vom Typ F-35 abgeschossen.

Das Kampfflugzeug sei im zentralen Luftraum durch ein neues fortschrittliches Verteidigungssystem abgeschossen worden, hiess es in einer Erklärung der Revolutionsgarden, Irans Elitestreitmacht.

Von US-Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

F-35
Iranische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben einen amerikanischen F-35 abgeschossen. (Symbolbild) - AFP

Es sei bereits der zweite Abschuss eines F-35, behaupteten die Revolutionswächter.

«Aufgrund der völligen Zerstörung des Flugzeugs gibt es keine Informationen über das Schicksal des Piloten», hiess es in der Mitteilung. Es sei unwahrscheinlich, dass der Pilot überlebt habe.

Iranische Meldungen über erfolgreiche Zerstörungen US-amerikanischer Kampfjets hatte das Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) zuletzt zurückgewiesen.

Am Donnerstag etwa widersprach Centcom einem vermeintlichen Abschuss über der iranischen Insel Gheschm im Süden des Landes.

USA bombardieren Autobahnbrücke im Iran – Trump droht weiter

07:30: US-Präsident Donald Trump hat dem Iran nach der Bombardierung einer Autobahnbrücke bei Teheran mit weiterer Zerstörung gedroht.

«Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb er auf der Plattform Truth Social.

Dazu postete Trump ein kurzes Video, das die einbrechende Brücke vor einem Bergmassiv zeigt, dichte Rauchschwaden steigen auf.

Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, drohte Trump.

Einige Stunden später legte Trump auf seiner Plattform nach: Das US-Militär habe noch nicht einmal damit begonnen, das zu zerstören, was es im Iran noch gebe.

«Brücken als Nächstes, dann Kraftwerke!», drohte er. «Die neue Führung des Regimes weiss, was getan werden muss.»

Und das müsse schnell geschehen, schrieb er – wohl mit Blick auf eine erhoffte Verhandlungslösung zur Beendigung des Kriegs.

Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat derweil mit scharfer Kritik auf die Bombardierungen einer Autobahnbrücke reagiert.

«Angriffe auf zivile Strukturen, einschliesslich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen», schrieb Araghtschi auf X.

Russland: Strasse von Hormus «offen für uns»

03.00: Die Strasse von Hormus ist für den Schiffsverkehrt grösstenteils gesperrt. Nicht jedoch für Russland. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte gemäss russischen Staatsmedien, die Strasse von Hormus sei «offen für uns».

Zuvor telefonierten die Aussenminister des Irans und Russlands miteinander. Dabei wurde auch über die Meerenge gesprochen.

Hegseth drängt Stabschef des US-Heeres zum Rücktritt

02.45: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die Führung des Heeres neu aufstellen. Der Stabschef der Teilstreitkraft, General Randy George, trete mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück, schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf der Plattform X.

Der US-Sender CBS News berichtete, Hegseth habe den General zum Rücktritt aufgefordert. Ein Beamter des Ministeriums bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass der Bericht zutreffe. Andere US-Medien berichteten, Hegseth habe George gefeuert.

randy george
Randy George ist nicht länger Stabschef des US-Heeres. - keystone

Der Führungswechsel beim Heer passiert, während die USA Krieg gegen den Iran führen. Einen Zusammenhang dazu oder einen anderen spezifischen Grund für den Schritt nannte CBS News nicht. Hegseth wolle jemanden in dem Amt haben, der die Vision umsetze, die Präsident Donald Trump und er für das Heer hätten, berichtete der Sender unter Berufung auf eine mit der Entscheidung vertraute Person.

Kommentare

User #5529 (nicht angemeldet)

Ein F-35 von den Iranern abgeschossen ? Ist das nicht dieser extrem teure Superflieger den wir auch kaufen wollen. Er soll angeblich überragend und unzerstörbar ein. Und der wurde von diesen angeblich rückständigen vom Himmel geholt? Das kan ndoch nicht wahr sein, oder? Peinlich.

Meinungsfreiheit

Runter kommen sie immer. Auch mit Hilfe vom Iran.

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