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    Swiss schickt Ersatz-Pilot nach Kasachstan – am Freitag da

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Zürich,

    Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Swiss kann seine Reise von Südkorea nach Zürich nicht planmässig zu Ende bringen. Der Flieger landet im kasachischen Almaty.

    Swiss
    Der Swiss-Flieger musste in der kasachischen Stadt Almaty notlanden. - Flightradar24

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein in Südkorea gestarteter Swiss-Flieger mit dem Ziel Zürich setzt einen Notruf ab.
    • Die Maschine dreht über Kasachstan ab und landet in der Grossstadt Almaty.
    • Der Co-Pilot erlitt einen medizinischen Notfall, was zu ausserplanmässiger Landung führte.
    • Nun muss ein Ersatz-Pilot nach Almaty – der Flieger kommt erst am Freitag in Zürich an.

    Der Flug SWR123/LX123 der Fluggesellschaft Swiss hat am Mittwochmorgen über Kasachstan einen Notruf abgesetzt. Auf Flightradar24 war zu sehen, wie der Flieger in der Folge abdreht und ausserplanmässig in der Grossstadt Almaty landet.

    Auf Anfrage teilt die Swiss mit: «Die Landung in Almaty erfolgte aufgrund eines medizinischen Notfalls des Co-Piloten. An Bord befanden sich glücklicherweise drei Ärzte, die dem Piloten medizinische Hilfe leisten konnte. Die Crew entschied sich auch auf Empfehlung der Ärzte, den Flug nach Almaty umzuleiten, damit der Pilot rasch die notwendige medizinische Versorgung erhält.»

    Fluggesellschaft Swiss
    Ein Flieger der Fluggesellschaft Swiss setzt über Kasachstan einen Notruf ab. - Screenshot Flightradar24

    Weiter schreibt die Swiss, dass «die Gesundheit und das Wohlbefinden unseres Kollegen» oberste Priorität haben.

    Neue Ankunftszeit wohl erst am Freitagmorgen

    An Bord befanden sich 227 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Sie müssen sich nun gedulden – wie die Swiss mitteilt, rechnet man aktuell «mit einer Abflugzeit in Almaty um 1.45 Lokalzeit in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und der Ankunft in Zürich am Freitagmorgen, 8. Mai, um 6.30 Uhr.»

    Wieso? Weil zuerst ein zusätzlicher Pilot nach Kasachstan reisen muss. Das hat seine Gründe, wie die Swiss erklärt:

    «Zur aktuellen Crew vor Ort gehören trotz des medizinischen Notfalls des Kollegen zwei weitere Piloten. Dennoch kann der Flug aus regulatorischen und sicherheitsrelevanten Gründen nicht heute fortgesetzt werden. Die beiden Kollegen sind Kapitäne und im Cockpit sind die Rollen und Sitzpositionen klar definiert. Bestimmte Abläufe, Handgriffe und Verfahren müssen regelmässig auf der jeweiligen Position trainiert werden, damit sie in kritischen Situationen sicher ausgeführt werden können.»

    Fluggesellschaft Swiss
    Die Swiss muss zuerst einen anderen Piloten nach Kasachstan schicken, bevor das Flugzeug wieder abheben darf. - keystone

    Es benötige für den Weiterflug deshalb einen entsprechend qualifizierten Piloten auf dem rechten Sitz des Co-Piloten. «Zusätzlich muss jederzeit auch die gesetzlich vorgeschriebene maximale Einsatzzeit eingehalten werden. Selbst wenn die Cockpit-Crew den Flug hätte fortsetzen können, wäre diese Zeit aufgrund des Zwischenstopps überschritten worden und ein Flug bis Zürich wäre nicht möglich gewesen.»

    Flieger kam aus Seoul

    Man verstehe die Unannehmlichkeiten und Auswirkungen, mit denen die Passagiere nun konfrontiert sind. «Dies bedauern wir ausserordentlich. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass die Gesundheit und das Wohlbefinden unseres Kollegen in dieser Situation oberste Priorität haben.»

    Bist du in diesem Jahr geflogen?

    Die betroffene Maschine ist ein Airbus A350-941. Sie war von der südkoreanischen Hauptstadt Seoul nach Zürich unterwegs.

    Kommentare

    User #1325 (nicht angemeldet)

    Ich bin echt froh, dass sich die Piloten damals allesamt haben impfen lassen, denn sonst hätten wir nicht in die Ferien fliegen können. Vielen Dank und dem Piloten gute Besserung.

    User #960 (nicht angemeldet)

    Gute Besserung !

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