Opposition

    Urteile gegen abgesetzte Bürgermeister der Opposition in Türkei

    Keystone-SDA
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    Türkei,

    In einem viel beachteten Korruptionsverfahren in der Türkei sind sechs ehemalige Bürgermeister der Opposition zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Der ehemalige Bürgermeister des Bezirks Besiktas, Riza Akpolat, erhielt etwa eine Gesamtfreiheitsstrafe von 23 Jahren und drei Monaten, wie die Nachrichtenagenturen Anadolu und DHA berichteten. Das Gericht in Istanbul verurteilte ihn demnach wegen Bestechung, Geldwäsche und Manipulation von Ausschreibungen.

    ARCHIV - Menschen halten türkische Flaggen während einer Kundgebung zum 21. außerordentlichen Kongress der Republikanischen Volkspartei (CHP) im Juli. Foto: Tunahan Turhan/SOPA Image...
    ARCHIV - Menschen halten türkische Flaggen während einer Kundgebung zum 21. außerordentlichen Kongress der Republikanischen Volkspartei (CHP) im Juli. Foto: Tunahan Turhan/SOPA Image... - Keystone/SOPA Images via ZUMA Press Wire/Tunahan Turhan

    Fünf weitere ehemalige Bürgermeister wurden DHA zufolge zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, ein weiterer wurde freigesprochen. Die Bürgermeister waren im Zuge der Ermittlungen abgesetzt worden.

    Im Mittelpunkt des Grossprozesses stand ein Geschäftsmann, 200 Personen waren angeklagt. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Geschäftsmann unter anderem die Bildung eines kriminellen Netzwerks vorgeworfen, mit dem er Bürgermeister und Führungskräfte von Gemeinden bestochen haben soll.

    Auch Erdogan-Gegner wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht

    Der Geschäftsmann wurde nun DHA zufolge von dem Vorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung freigesprochen. Er sei wegen Ausschreibungsmanipulation zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden.

    Der Prozess wurde in der Türkei auch vor dem Hintergrund einer Verhaftungswelle gegen oppositionelle Bürgermeister und der Festnahme des ehemaligen Istanbuler Bürgermeisters Ekrem Imamoglu aufmerksam verfolgt. Imamoglu, der profilierteste Gegner von Präsident Recep Tayyip Erdogan, war im März 2025 verhaftet worden. Er muss sich in einem anderen Prozess unter anderem wegen Korruption und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht verantworten.

    Imamoglus Anhänger werten das Verfahren gegen ihn und andere Oppositionspolitiker als politisch motiviert. Die Regierung weist Einflussnahme auf die Justiz zurück.

    Kommentare

    User #4643 (nicht angemeldet)

    So beseitigt man ganz einfach für einen gefährliche Gegner in der Politik. Man behauptet und dementiert und sagt ganz einfach das ist so und so und verhaftet diese für Jahrzehnte. Man spielt ein Spiel mit wirklich bösen Machenschaften und sackt Geld ein und vernichtet so das eigene Volk. Demokratie so wie diese verstanden werden sollte, gibt es gar keine. Wird aber lautstark behauptet. Mit Macht und Drohungen und Fake Prozessen und Fake Behauptungen ist es natürlich einfach und aufsehenerregend seine Gegner auszuschalten. Das man selber korrupt ist und extrem gefährlich fürs Land und einfach nur tut was einem passt und die Macht erhält, ist bei solch einer Führung unwichtig.

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