Ungeregelter Brexit zu 60 Prozent wahrscheinlich

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    Grossbritannien,

    Laut dem britischen Handelsminister Liam Fox seit die Wahrscheinlichkeit für einen Brexit ohne Abkommen auf rund 60 Prozent gestiegen.

    Der britische Handelsminister Liam Fox.
    Der britische Handelsminister Liam Fox. - AP Photo

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Wahrscheinlichkeit für einen ungeregelten Brexit steigt laut Liam Fox auf 60 Prozent.
    • Verantwortlich dafür sei die «Unnachgiebigkeit» Brüssels, kritisiert der Handelsminister.

    Der britische Handelsminister Liam Fox hat die Wahrscheinlichkeit für einen Brexit ohne Abkommen auf 60 Prozent geschätzt. Verantwortlich dafür sei die «Unnachgiebigkeit» Brüssels und vor allem des EU-Unterhändlers Michel Barnier, kritisierte Fox in der «Sunday Times». Grossbritannien will sich nach bisherigen Plänen Ende März 2019 von der Europäischen Union trennen.

    Derzeit reisen viele britische Regierungsmitglieder in EU-Staaten, um bilaterale Gespräche zu führen. Ein Arbeitsbesuch der britischen Premierministerin Theresa May bei Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron werteten Kommentatoren als Hilfeschrei Mays. Das Treffen hatte am Freitagabend an der Riviera stattgefunden. Macron betont stets, dass die Brexit-Gespräche von der EU geführt werden.

    May regiert nur mit hauchdünner Mehrheit und ist anfällig für Revolten. Der Streit um den Brexit-Kurs in ihrer Regierung bremste auch die Verhandlungen mit Brüssel erheblich. Nach Mays jüngsten Plänen soll Grossbritannien in Zukunft eine Freihandelszone mit der EU für Waren, aber nicht für Dienstleistungen bilden.

    Scharfe Kritik daran übte am Sonntag Ex-Entwicklungshilfeministerin Priti Patel: Solche Pläne würden Grossbritannien halb in der EU lassen. Sie warf May im «Telegraph» Mangel an «politischem Mut» vor. Patel wird dem rechten Flügel der Konservativen zugeordnet und ist eine grosse Anhängerin des Brexits. Sie trat im vergangenen November zurück, weil sie sich ohne Absprache im Israel-Urlaub mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu getroffen hatte.

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