UN-Sicherheitsrat warnt: Weitere Stadt im Sudan im Visier der Miliz

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Bern,

Angesichts eines drohenden Vorrückens der Miliz RSF auf die sudanesische Stadt Al-Obeid warnen die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats vor Gräueltaten und einer sich noch weiter zuspitzenden humanitären Katastrophe. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen forderte die Miliz auf, keine Bodenoffensive zur Einnahme der Grossstadt im Bundesstaat Kordofan zu starten. Im Sudan tobt seit mehr als drei Jahren ein Bürgerkrieg.

ARCHIV - Flüchtlinge aus dem Sudan warten nach der Überquerung der Grenze in den Südsudan auf einen Transport in das Transitlager der grenznahen Stadt Renk. Foto: Eva-Maria Krafczyk/dpa
ARCHIV - Flüchtlinge aus dem Sudan warten nach der Überquerung der Grenze in den Südsudan auf einen Transport in das Transitlager der grenznahen Stadt Renk. Foto: Eva-Maria Krafczyk/dpa - Keystone/dpa/Eva-Maria Krafczyk

Erst am Donnerstag hatte UN-Generalsekretär António Guterres an die internationale Gemeinschaft appelliert, auf die Konfliktparteien einzuwirken, um weiteres Blutvergiessen zu vermeiden. Er mahnte, es dürfe in Al-Obeid nicht erneut zu Gräueltaten kommen wie bei der Einnahme von Al-Faschir in Darfur durch die RSF-Miliz Ende vergangenen Jahres. Dabei wurden nach Angaben des UN-Menschenrechtsbüros innerhalb von drei Tagen mehr als 6.000 Menschen getötet.

Im sudanesischen Bürgerkrieg kämpfen die Regierungsarmee SAF von De-facto-Machthaber Abdel-Fattah al-Burhan und die Miliz RSF unter Mohamed Hamdan Daglo um die Vorherrschaft im Land. Die UN sprechen von der weltweit grössten humanitären Krise. Mehr als 11,5 Millionen Menschen wurden durch den Krieg vertrieben, etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes ist von Hunger bedroht. Menschenrechtsorganisationen werfen beiden Konfliktparteien schwere Verbrechen vor.

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