In Rom sind während des G20-Gipfels Tausende Menschen auf die Strasse gegangen. Sie protestieren gegen die Klimapolitik der Staaten.
Klimawandel
Menschen halten bei einer Demonstration am Rande des G20-Gipfels ein stilisiertes Alitalia-Flugzeug hoch. Unter den Demonstranten waren unter anderem Klima-Aktivisten und linke Gruppen. - Johannes Neudecker/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Heute Sonntag findet in Rom der zweite Tag des G20-Gipfels statt.
  • Währenddessen ist es zu Protesten gegen die Klimapolitik der Staaten gekommen.
  • Klima-Aktivisten blockierten eine Strasse, Tausende demonstrierten im Zentrum.

Umwelt-Aktivisten haben am zweiten Tag des G20-Gipfels in Rom gegen die Klimapolitik der Staaten demonstriert. «Die Regierungen haben versagt» stand auf Plakaten, die die jungen Männer und Frauen der Gruppe Extinction Rebellion am Sonntagnachmittag im historischen Zentrum der italienischen Hauptstadt hochhielten. Einige der etwas mehr als ein Dutzend Protestierenden setzten sich auch auf die Strasse und blockierten den Verkehr.

G20
Mario Draghi (l-r), Premierminister von Italien, Scott Morrison (l), Premierminister von Australien, Angela Merkel (CDU), geschäftsführende Bundeskanzlerin, Boris Johnson, Premierminister von Grossbritannien, und Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, besuchen den Trevi-Brunnen am Rande eines G20-Gipfels der Staats- und Regierungschefs. - Oliver Weiken/dpa

Am Samstag hatten frühmorgens wenige Dutzend Klima-Aktivisten die Fahrbahn einer Strasse mit einem Sitzstreik blockiert, die zum Veranstaltungsort des Gipfels der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) im Süden Roms führt.

Proteste friedlich

Die Polizei löste die Blockade auf und trug einige Demonstranten von der Fahrbahn. Am Samstagnachmittag liefen Tausende auf einer angemeldeten Demonstration Richtung historisches Zentrum. Die Proteste verliefen bislang friedlich.

Rom
Menschen halten während einer Demonstration am Rande des G20-Gipfels ein Transparent mit der Aufschrift «Insorgiamo» (erheben wir uns). - Johannes Neudecker/dpa

Die Staats- und Regierungschefs kamen zu dem zweitägigen Treffen nach Rom, weil Italien den G20-Vorsitz innehatte. Sie berieten unter anderem über den Klimawandel, Corona-Impfstoffe und Wirtschaftsthemen.

Auch die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie SPD-Kanzlerkandidat und geschäftsführender Bundesfinanzminister Olaf Scholz reisten an. Die Regierungschefs der Supermächte China und Russland liessen sich vertreten.

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