Die Türkei plant, sich der von Südafrika angestrengten Völkermord-Klage gegen Israel anzuschliessen.
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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild) Foto: Michael Varaklas/AP/dpa - sda - Keystone/AP/Michael Varaklas

Die Türkei beabsichtigt, sich der Völkermord-Klage gegen Israel anzuschliessen, die von Südafrika vorgebracht wurde. Das erklärte Aussenminister Hakan Fidan am Mittwoch in Ankara. Man werde noch die juristischen Details zu dem Antrag beenden.

Ende Dezember hatte Südafrika Israel vor dem Internationalen Gerichtshof wegen angeblich im Gaza-Krieg begangener Verstösse gegen die Völkermordkonvention verklagt. Das UN-Gericht verfügte in einem einstweiligen Entscheid, Israel müsse Schutzmassnahmen ergreifen, um einen Völkermord zu verhindern.

Erdogan kritisiert Israels Militäreinsatz scharf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen wiederholt scharf kritisiert und Israel «Völkermord» an den Palästinensern vorgeworfen. Die Beziehungen zwischen Israel und der Türkei sind vor diesem Hintergrund zurzeit sehr angespannt.

Israel hat Völkermord-Vorwürfe wiederholt zurückgewiesen. Das Land beruft sich nach den Massakern der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Palästinenserorganisationen am 7. Oktober 2023 auf das Recht zur Selbstverteidigung.

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