Türkei beginnt Schuljahr mit erhöhten Sicherheitsmassnahmen
In der Türkei beginnt das neue Schuljahr unter landesweit verschärften Sicherheitsvorkehrungen.

In den Grossstädten Ankara und Istanbul wurden rund um die Schulhöfe Drohnen und Helikopter eingesetzt und die Polizeiabteilung für Jugend- und Drogenkriminalität führte Kontrollen durch, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Justizminister Akin Gürlek erklärte in einem Beitrag auf der Plattform X, die landesweite Operation «Sichere Strassen» richte sich gegen kriminelle Organisationen, die die Zukunft der Kinder gefährdeten.
Das türkische Innenministerium führte zudem Massnahmen ein, die die Sicherheit auf den Schulgeländen erhöhen sollen. Innenminister Mustafa Ciftci erklärte laut Anadolu, 31.000 sogenannte Schulhofaufseher sollten in allen Provinzen des Landes eingesetzt werden und für Sicherheit auf den Schulhöfen sorgen. Ausserdem wurden Handdetektoren angeschafft, die am Schuleingang eingesetzt werden sollen.
Kritik kommt von der Bildungsgewerkschaft Egitim-Sen, die bereits im Juli auf ihrer Webseite erklärte, ein wirklich sicheres Bildungsumfeld entstehe nicht durch Überwachung und den Einsatz der Polizei. Sie fordert stattdessen «demokratische Teilhabe, pädagogische Bindungen und soziale Unterstützung», beispielsweise durch psychologische Beratungsdienste.
Die verschärften Sicherheitsmassnahmen wurden angekündigt, nachdem im Frühjahr ein Schüler bei einer Amoktat in der Stadt Kahramanmaras 10 Menschen erschossen hatte. Zudem erklärte das Justizministerium, hart gegen neu entstandene Banden vorzugehen, denen insbesondere organisierter Drogenhandel – von Strassenhändlern bis hin zu grösseren Drogenorganisationen – zugerechnet wird.










