Trump zeigt sich zufrieden mit Japans Hilfe im Iran-Krieg
US-Präsident Donald Trump lobt Japan als zuverlässigen Partner beim Iran-Krieg. Gegenüber der NATO formuliert der Präsident deutliche Kritik.

Bei einem Treffen im Weissen Haus mit Japans Regierungschefin Sanae Takaichi sagte Trump am Donnerstag, dass Japan «wirklich Verantwortung übernehme». Der «Tagesspiegel» zitiert Trump dabei mit den Worten: «Im Gegensatz zur NATO.»
Trump hält es für angemessen, dass Tokio mehr Verantwortung übernimmt, berichtet die «FAZ». Die USA hätten 45'000 Soldaten in Japan stationiert und investierten erheblich in die Sicherheit des Landes.
Er betonte, Washington gebe viel Geld für den Verbündeten aus, während Japan stärker von Ölimporten über die Hormus-Strasse abhänge. Zugleich erklärte er, die NATO sei inzwischen freundlicher gegenüber seiner Forderung geworden, die Meerenge zu sichern.
Strategische Forderungen an Tokio im Iran-Krieg
Donald Trump blieb in seinen Aussagen eher allgemein und vermied konkrete Details, berichtet das «SRF». Finanzminister Scott Bessent wurde in einem Fernsehinterview deutlich konkreter.
Er betonte, die japanische Marine verfüge über einige der weltweit besten Minensuch- und Minenräumschiffe. Über einen möglichen Einsatz dieser Schiffe im Golf von Hormus wolle man mit Japan sprechen.
Zudem verfüge Japan über grosse strategische Erdölreserven, die nach seiner Erwartung in den Markt eingespeist werden könnten. Japan müsse nicht militärisch kämpfen, doch wegen seiner starken Abhängigkeit vom Persischen Golf werde ein Engagement erwartet.
Pearl-Harbor-Bemerkung sorgt für Verlegenenheit
Trumps bizarre Bemerkung über Pearl Harbor auf der Pressekonferenz erregte Aufmerksamkeit. Er betonte, die USA hätten beim Angriff auf Iran das Überraschungsmoment genutzt, schreibt das «SRF».
«Wer kennt sich mit Überraschungen besser aus als Japan», fragte er und und löste Gelächter aus.
«Warum haben sie mir nichts über Pearl Harbor gesagt», fragte er weiter. Takaichi richtete sich angespannt auf und blickte mit grossen Augen zu ihrer Delegation.
Takaichis vorsichtige Antwort
Japans Premierministerin bestätigte Trumps Aussagen nicht direkt. Der «Tagesspiegel» berichtet, dass Takaichi stattdessen die «äusserst angespannte Sicherheitslage» betonte.

Sie warnte zudem, dass die «Weltwirtschaft kurz vor einem schweren Schlag» stehe.
Parallel dankte Takaichi Trump für seinen «unerschütterlichen Einsatz» für die bilateralen Beziehungen.















