Iran-Krieg belastet: Aktienmärkte starten mit Abgaben in den Mai
Der Schweizer Aktienmarkt ist mit Verlusten in den Mai gestartet. Dafür verantwortlich war unter anderem eine verworrene Nachrichtenlage rund um den Iran-Krieg.

Die Lage im Nahen Osten und insbesondere in der wichtigen Strasse von Hormus blieb am Montag das dominierende Thema. Berichte über vermeintliche Angriffe auf Schiffe sorgten für sinkende Aktienmärkte und steigende Ölpreise. «Die Nachrichten aus dem Nahen Osten sorgen für Nervosität und Kursausschläge in beide Richtungen», hielt ein Marktbeobachter fest.
Am Abend stieg die Beunruhigung weiter, nachdem die Vereinigten Arabischen Emirate einen Grossbrand gemeldet hatten, der angeblich durch einen iranischen Drohnenangriff verursacht worden war. Ein Fass der Rohölsorte Brent kostete zuletzt rund 114 Dollar.
Der Leitindex SMI schloss um 1,0 Prozent tiefer bei 13'003 Punkten, nachdem er im frühen Handel bis auf 13'170 Punkte gestiegen war. Um den Mittag fiel der Index bis auf 12'979 zurück. Die überwiegende Mehrheit der Blue Chips gab nach.
Auch an den internationalen Börsen ging es abwärts: Der Dax in Frankfurt gab 1,1 Prozent nach und der CAC 40 in Paris 1,7 Prozent. Die US-Börsen tendierten zum europäischen Handelsschluss ebenfalls tiefer.
Im SMI bremsten unter anderem Kursverluste von 1,8 Prozent beim Schwergewicht Novartis und 1,1 Prozent bei Nestlé. Das dritte Schwergewicht Roche (-0,6 Prozent) schlug sich etwas besser.
Besonders unter Druck standen auch die Titel des Logistikers Kühne+Nagel (-5,9 Prozent) und des Baukonzerns Amrize (-5,9 Prozent). Bei den Logistikern drückte die Ankündigung des US-Onlinehandelsriesen Amazon, sein Logistiknetzwerk für alle Unternehmen zu öffnen, die ganze Branche ins Minus.










