Trump: Iran hält sich bei Hormus nicht an Deal
Im Nahen Osten herrscht ein brüchiger Waffenstillstand. Israel greift weiter Ziele im Libanon an, der Iran schloss die Strasse von Hormus erneut.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Iran und die USA haben sich auf eine Feuerpause und Verhandlungen geeinigt.
- Israel sieht den Libanon nicht inkludiert und greift weiter Hisbollah-Ziele an.
- Die beiden Parteien wollen nächste Woche miteinander verhandeln.
- Mit dem Ticker von Nau.ch verpasst du keine neue Entwicklung im Nahen Osten.
In der Nacht auf Mittwoch einigten sich der Iran und die USA kurz vor Ablauf eines US-Ultimatums auf eine Feuerpause. Zwei Wochen lang sollen die Waffen ruhen, während die Verhandlungen weitergehen. Am Samstag will sich eine US-Delegation um JD Vance mit iranischen Vertretern in Pakistan treffen.
Teil der Waffenruhe ist die Öffnung der Strasse von Hormus. Doch Teheran hat diese am Mittwoch wieder geschlossen. Gleichzeitig droht das Regime wegen der anhaltenden israelischen Angriffe auf den Libanon mit dem Ausstieg aus der Feuerpause. Nächste Woche wollen Beirut und Jerusalem verhandeln.
Der Iran ist der Ansicht, dass die Waffenruhe auch für den Libanon gilt. Israel hingegen teilt mit, dass das Abkommen nur den Konflikt zwischen den USA und dem Iran betrifft. Deswegen werden die heftigen Angriffe auf Ziele der Hisbollah im Libanon fortgeführt.
Im Ticker von Nau.ch bleibst du über die Lage im Nahen Osten und die brüchige Waffenruhe auf dem Laufenden.
Irans früherer Aussenminister Charrasi getötet
01.58: Der frühere iranische Aussenminister Kamal Charrasi ist Behördenangaben zufolge nach einem Luftangriff seinen Verletzungen erlegen. Der Leiter des Strategischen Rats für Auswärtige Beziehungen sei vor einigen Tagen bei einem israelisch-amerikanischen Luftangriff verwundet worden und sei nun ein Märtyrer, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Trump: Iran hält sich bei Strasse von Hormus nicht an Deal
01.55: Der Iran hält sich nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nicht an das Abkommen für eine befristete Waffenruhe, das eine Öffnung der Strasse von Hormus für die Schifffahrt vorsieht.
Iran leiste mit Blick auf Öltransporte durch die Meerenge «sehr schlechte Arbeit», die man auch als «unredlich» bezeichnen könne, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Er kritisierte weiter: «Das ist nicht die Vereinbarung, die wir getroffen haben!»

Rund eine Stunde zuvor hatte Trump bereits auf Truth Social gepostet, es gebe Berichte, wonach das Land Gebühren von Tankern für die Durchfahrt verlange. Er warnte: Das sollten sie besser nicht tun und falls sie es tun, sollten sie besser «jetzt damit aufhören!».
Israel greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an
01.44: Die israelischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Stellungen der proiranischen Hisbollah-Miliz im Libanon angegriffen. Bei der Attacke seien etwa zehn Abschussrampen getroffen worden, von denen aus zuvor Geschosse auf den Norden Israels abgefeuert worden seien, teilte das Militär mit.
Vor Iran-Treffen: Israel kritisiert Äusserungen von Vermittler Pakistan
00.56: Kurz vor Beginn der geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Beilegung des Kriegs hat Israel den Vermittler Pakistan scharf kritisiert. Auslöser waren Äusserungen des pakistanischen Verteidigungsministers Khawaja Muhammad Asif auf der Plattform X, in denen er Israel als «Fluch für die Menschheit» und Krebsgeschwür bezeichnete.











