Putin lässt Waffen über Ostern schweigen
Wladimir Putin kündigt eine Feuerpause über Ostern an. Für etwas mehr als 24 Stunden sollen die Waffen schweigen.

Das Wichtigste in Kürze
- Wladimir Putin kündigt eine eineinhalbtägige Oster-Waffenruhe an.
- Sein Militär sei angewiesen worden, Angriffe in alle Richtungen einzustellen.
- Bereits in der Vergangenheit gab es im Ukraine-Krieg kurze Waffenruhen.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben anlässlich des orthodoxen Osterfests eine knapp eineinhalb-tägige Waffenruhe im Krieg gegen die Ukraine verkündet. Sie soll demnach am Samstag um 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ) beginnen und den gesamten Sonntag andauern.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt mehrfach eine Waffenruhe über die Osterfeiertage gefordert. Die orthodoxen Christen in der Ukraine feiern wie in Russland Ostern erst am kommenden Sonntag (12. April).

Verteidigungsminister Andrej Beloussow und Generalstabschef Waleri Gerassimow seien angewiesen worden, für den Zeitraum der Waffenruhe die Kampfhandlungen in allen Richtungen einzustellen, teilte der Kreml mit.
Feuerpause für die Weideraufrüstung?
Die Truppen müssten bereit sein, mögliche Provokationen und jegliche aggressive Handlungen des Gegners zu unterbinden, hiess es in der Mitteilung. «Wir gehen davon aus, dass die ukrainische Seite dem Beispiel der Russischen Föderation folgt.»
In dem seit mehr als vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine gab es schon mehrfach Versuche zeitlich begrenzter Waffenruhen. In der Vergangenheit warfen sich die Kriegsparteien dabei immer wieder gegenseitig Verstösse vor. Ausserdem warfen sich beide Seiten vor, solche Phasen für die Neuaufstellung von Truppen sowie für Wiederaufrüstung zu nutzen.
Im vergangenen Jahr hatte Putin am Karsamstag eine 30-stündige Waffenruhe verkündet. Auch über die Weltkriegsgedenktage im Mai gab es eine. Eine Weihnachts-Waffenruhe hatte der Kremlchef aber abgelehnt.














