Trump erhöht Druck auf Iran mit verlängerter Blockade
Trump lässt eine verlängerte Seeblockade des Iran vorbereiten – der Druck auf Teheran soll weiter steigen.

US-Präsident Donald Trump hat seine Berater angewiesen, eine verlängerte Seeblockade des Iran vorzubereiten. Das berichtet der «ORF» unter Berufung auf das «Wall Street Journal», das sich auf US-Regierungsvertreter stützt.
Ziel sei es, den wirtschaftlichen Druck auf Teheran aufrechtzuerhalten, indem der Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen unterbunden wird. Eine offizielle Bestätigung von US-Regierungsseite steht laut dem «ORF» bisher aus.
Seit Beginn des Iran-Krieges vor rund zwei Monaten ist der Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus drastisch eingebrochen. Laut dem «ORF» sind die Durchfahrten nach UNO-Angaben um mehr als 95 Prozent zurückgegangen.
Iran legt Gegenangebot vor
UNO-Sprecher Stephane Dujarric verwies laut «ORF» auf deutlich gestiegene Lebensmittelpreise und einen um 53 Prozent erhöhten europäischen Rohölpreis. Die Daten seien über ein Online-Dashboard der UNO öffentlich einsehbar.
Parallel dazu hat der Iran den USA einen neuen Vorschlag unterbreitet, um die Strasse von Hormus wieder zu öffnen. Wie das «Handelsblatt» berichtet, sieht der Plan vor, den Waffenstillstand zu verlängern und Atomverhandlungen auf später zu vertagen.
Die Bedingung Teherans: Die USA müssten zuerst ihre Blockade iranischer Häfen aufheben. Das Angebot wurde laut dem «Handelsblatt» über Vermittler in Pakistan nach Washington übermittelt.
Trump beharrt auf vollständigem Deal mit Iran
Trump habe laut «Bloomberg» entschieden, den Druck auf den Iran aufrechtzuerhalten. Die Blockade sei als weniger riskante Option gegenüber einer Wiederaufnahme der Bombardierungen zu betrachten.

Er habe erklärt, die Blockade erst aufzuheben, wenn ein Abkommen «100 Prozent vollständig» sei.
Aussenminister Marco Rubio bezeichnete Irans Vorschlag als «besser als erwartet». Er äusserte jedoch Zweifel an den Absichten Teherans, wie das «Handelsblatt» festhält.












