Steve Bannon

    Staatsanwaltschaft fordert sechs Monate Gefängnis für Steve Bannon

    AFP
    AFP

    USA,

    Im Verfahren gegen den bekannten US-Rechtspopulisten und früheren Präsidentenberater Steve Bannon wegen Missachtung des Kongresses hat die Staatsanwaltschaft eine sechsmonatige Freiheitsstrafe gefordert.

    Steve Bannon
    Steve Bannon - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Strafmass gegen einstigen Trump-Chefstrategen wird am Freitag verkündet.

    In einem am Montag bei Gericht eingereichten Antrag verlangt die Anklage zudem eine Geldstrafe von 200.000 Dollar (rund 206.000 Euro) gegen den einstigen Chefstrategen des früheren Präsidenten Donald Trump. Bannon verdiene wegen seiner Weigerung, einer Vorladung des parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Erstürmung Folge zu leisten, eine «harte Strafe».

    Über das Strafmass muss nun ein Bundesgericht in der Hauptstadt Washington entscheiden. Verkündet wird die Strafe am kommenden Freitag. Laut Gesetz liegt die Höchststrafe bei Missachtung des Kongresses bei einem Jahr Gefängnis pro Anklagepunkt. Entscheidend für das Festlegen von Haftstrafen sind aber Richtlinien, die in der Regel unter der gesetzlichen Obergrenze liegen.

    Bannon war im Juli in zwei Fällen der Missachtung des Kongresses schuldig gesprochen worden. Der 68-Jährige hatte eine Vorladung des Untersuchungsausschusses, der die Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar 2021 aufarbeitet, ignoriert. Zudem verweigerte der frühere Chef der rechten Website «Breitbart News» die Übergabe von Dokumenten an das Gremium.

    Der Ausschuss hält Bannon für einen Schlüsselzeugen bei der Aufarbeitung der Kapitol-Erstürmung. Der Rechtspopulist hatte nach Angaben des Gremiums noch am Tag vor der Erstürmung mit Trump gesprochen. In seinem eigenen Podcast sagte Bannon damals zudem voraus, dass die «Hölle ausbrechen wird».

    Radikale Trump-Anhänger hatten am 6. Januar 2021 den Kongress gestürmt, als dort der Wahlsieg von Trumps Herausforderer Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl offiziell bestätigt werden sollte. Die Kapitol-Erstürmung mit fünf Toten und rund 140 verletzten Polizisten sorgte weltweit für Entsetzen und gilt als schwarzer Tag in der Geschichte der US-Demokratie.

    Zuletzt lud der parlamentarische Untersuchungsausschuss vergangene Woche Trump selbst vor. Der Ex-Präsident hat bislang nicht erklärt, ob er zu einer Aussage bereit ist. Dies gilt aber als höchst unwahrscheinlich. Eine Weigerung des 76-Jährigen, der mit einer erneuten Präsidentschaftskandidatur 2024 liebäugelt, könnte zu erbitterten juristischen Auseinandersetzungen führen.

    Bannon war eine zentrale Figur in Trumps Präsidentschaftswahlkampf von 2016 gewesen. Nach Trumps Wahlsieg wurde er dann Chefstratege im Weissen Haus. Trump feuerte ihn aber bereits im August 2017 angesichts von Spannungen Bannons mit anderen Mitarbeitern und dem Präsidenten selbst.

    Die beiden Rechtspopulisten näherten sich dann aber wieder an. So begnadigte Trump kurz vor dem Ende seiner Präsidentschaft Bannon, der wegen des Verdachts der Unterschlagung von Spendengeldern bei einer Kampagne zur Finanzierung einer Grenzmauer zu Mexiko angeklagt worden war. Im vergangenen September wurde Bannon dann von der Staatsanwaltschaft von Manhattan erneut angeklagt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    rosenwasser
    428 Interaktionen
    «Wollten Rosenwasser»
    leu
    543 Interaktionen
    «Schämt euch»

    MEHR IN POLITIK

    1 Interaktionen
    Neu-Delhi
    donzallaz
    4 Interaktionen
    Nach Leak
    Krawalle Europa
    43 Interaktionen
    Paris/Zürich/Wien/Tirana/Lissabon

    MEHR STEVE BANNON

    Steve Bannon
    68 Interaktionen
    Streit der Trump-Fans
    Steve Bannon
    Steve Bannon
    2 Interaktionen
    Laut Medien
    Steve Bannon
    3 Interaktionen
    Trumps Ex-Berater

    MEHR AUS USA

    -
    20 Interaktionen
    «Völlig ausdruckslos»
    Kevin Federline
    24 Interaktionen
    Kevin Federline
    Heidi Klum.
    20 Interaktionen
    New York
    19 Interaktionen
    Washington