So teuer war die erste Kriegswoche für die USA
Wegen der Eskalation im Nahen Osten steigt der Ölpreis an. Derweil bombardieren sich die Hisbollah und Israel erneut.

Das Wichtigste in Kürze
- Seit mehr als einer Woche spitzt sich die Lage im Nahen Osten zu.
- Israel greift die Hisbollah und den Iran an, der Iran schlägt grossflächig zurück.
- Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden.
Seit mehr als einer Woche eskaliert die Lage im Nahen Osten: Nach Angriffen Israels und der USA schlägt der Iran zurück, indem er Golfstaaten attackiert, was auch Touristen betrifft. Zudem blockiert Teheran die Strasse von Hormus, wodurch die Ölpreise stark anstiegen.
Bei den Angriffen wurde Ali Khamenei, der Oberste Führer des Irans, getötet. Sein Sohn Mojtaba wurde zum Nachfolger ernannt. Doch auch er soll verletzt worden sein.
Donald Trump hat bereits mehrfach von einem baldigen Kriegsende gesprochen. Die Ziele und der langfristige Plan der USA im Nahen Osten sind nicht klar.
So teuer war die erste Kriegswoche für die USA
03.10: Wie die «New York Times» unter Berufung auf ein Pentagon-Briefing vor dem Kongress berichtet, war die erste Kriegswoche sehr teuer. Demnach kostete sie die USA mehr als 11,3 Milliarden Dollar.

In diesen Betrag sind zahlreiche Kostenpunkte, beispielsweise die Vorbereitung, nicht miteinberechnet. Es wird davon ausgegangen, dass der Betrag deutlich höher sein wird.
Laut Vertretern des Pentagons wurden in den ersten beiden Kriegstagen Munition im Wert von rund 5,6 Milliarden Dollar verschossen.
Trump will mit Freigabe von Ölreserven den Ölpreis stabilisieren
03.00: US-Präsident Donald Trump will mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis stabilisieren. «Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf», sagte er dem Sender Local 12 über die Reserven.
Die Massnahme werde die Preise wieder nach unten bringen, sagte der US-Präsident.

Zuvor hatte die Internationale Energieagentur (IEA) mitgeteilt, eine Rekordmenge an Ölreserven auf den Weltmarkt zu pumpen. Insgesamt werden die 32 Mitgliedsländer, zu denen auch die USA zählen, 400 Millionen Barrel Rohöl freigeben, wie es in einer Mitteilung heisst.
Angriff auf Treibstofflager in Flughafennähe in Bahrain
02.55: Der Iran hat nach Angaben örtlicher Behörden Treibstofflager in Bahrain angegriffen. Der Angriff erfolgte dem Innenministerium zufolge im Bezirk Muharraq – dort liegt auch der internationale Flughafen des Inselstaats.
Das Ministerium erklärte auf der Plattform X, die zuständigen Behörden unternähmen nach dem Angriff die nötigen Schritte. Es wurden keine weiteren Details mitgeteilt. Damit blieb zunächst unklar, ob es sich bei den betroffenen Treibstofflagern um die Kerosindepots des Flughafens am Rande der Hauptstadt Manama oder eine andere Einrichtung handelte.
Israel greift Kommandozentralen der Hisbollah im Libanon an
01.40: Die israelischen Streitkräfte haben bei einer heftigen Angriffswelle auf den Libanon nach eigenen Angaben Dutzende Stellungen der proiranischen Hisbollah zerstört. Innerhalb von 30 Minuten habe die Luftwaffe in den als Dahija bekannten Vororten der Hauptstadt Beirut zehn Ziele angegriffen, darunter ein Hauptquartier des Hisbollah-Geheimdienstes, die Zentrale der Eliteeinheit Radwan und weitere Kommandozentralen, teilte das israelische Militär mit.

Demnach griffen die Streitkräfte auch zahlreiche Raketenabschussrampen und Dutzende Hisbollah-Kämpfer an, die den Angaben zufolge Attacken auf Israel vorbereiteten. Nach Hinweisen von israelischen Bodentruppen nahm die Luftwaffe darüber hinaus über 20 Ziele in verschiedenen Teilen des Libanons unter Beschuss, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Zuvor hatte die Hisbollah den Norden von Israel mit Raketen angegriffen.
Österreich und Deutschland reagieren auf steigende Spritpreise
01.15: Österreichs Tankstellen dürfen Spritpreise künftig nur maximal dreimal pro Woche erhöhen statt wie bisher einmal am Tag. Deutschland will hingegen die bisherige österreichische Regel übernehmen, nach der Treibstoff nur noch einmal täglich teurer werden darf. Beide Länder begründen die Schritte mit den gestiegenen Preisen wegen des Iran-Krieges.
Der Iran-Krieg hat die Treibstoffpreise auch in der Schweiz innert weniger Tage spürbar in die Höhe getrieben. Zwischen dem 28. Februar und dem 9. März verteuerte sich Diesel um 8,6 Prozent auf durchschnittlich 1,90 Franken pro Liter, eine Auswertung des Touring Club Schweiz vom Mittwoch zeigte.
Der Preis für Bleifrei 95 stieg im gleichen Zeitraum um 3,7 Prozent auf 1,70 Franken.












